Pferdefachmesse bietet vom 22. bis 24. Februar 2008 auch viele Informationen für Westernfreunde
Nervenstarke Westernpferde treten bei der Pferd Bodensee auf
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Friedrichshafen – Sie gelten als ausgeglichen, nervenstark und extrem wendig. Und sie haben den Ruf, auf die feinsten Hilfen ihres Reiters zu reagieren: Westernpferde.
„Ursprünglich ist das Westernreiten eine Arbeitsreitweise, die ohne ein Pferd, das auf den geringsten Impuls des Reiters reagiert, gar nicht möglich wäre“, sagt Peter Fiedel. Er selbst reitet und züchtet nicht nur, sondern organisiert in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal den Auftritt der Westernreiter auf der Pferdefachmesse Pferd Bodensee (22. bis 24. Februar 2008) in Friedrichshafen.
„Die Rancharbeiter saßen den ganzen Tag im Sattel und mussten sich auf die Rinder konzentrieren. Um das durchzustehen, brauchte man coole, leichtrittige Pferde.“ Im Lauf der Zeit sind aus den Arbeitspferden Sportpferde gezüchtet worden, die heutzutage in rund einem Dutzend verschiedener Disziplinen auf Turnieren eingesetzt werden.
„Wie der Reiter zum Beispiel beim Cutting ein einzelnes Rind von der Herde trennt, ist auf der Pferd Bodensee vom 22. bis 24. Februar zu sehen“, sagt Fiedel. Einer der Akteure auf der Messe ist Arno Gorgasser aus Heilbronn, der kürzlich nach zehn Jahren USA-Aufenthalt zurück nach Deutschland gekommen ist. Nach Friedrichshafen bringt Gorgasser zwei Pferde für die Verkaufsveranstaltung sowie zwei Deckhengste mit. Die Hengste treten innerhalb der „II. Stallion Congress Lake Constance“ auf, bei der Züchter ihre Spitzenhengste vorstellen. „Das wird besonders interessant für Stutenbesitzer, die einen passenden Hengst für ihre Stute suchen“, sagt Gorgasser, der hauptsächlich als Trainer für die Disziplinen Reining, Cutting und Cowhorse arbeitet.
Den Boom in der Westernreitszene bestätigt auch Fiedel: „Vor zehn Jahren gab es ungefähr 4.000 Quarterhorses in Deutschland, heute zählt man rund 25.000 Pferde dieser Rasse. Etwa 12.000 bis 15.000 Westernreiter sind in Verbänden organisiert, ein deutliches Zeichen, dass immer mehr Pferdefreunde einen lockeren Reitstil mit wenig Hilfsmitteln und wenig Einwirkung am Gebiss zu schätzen wissen.“
Bei der Pferd Bodensee wird Gorgasser die Ausbildung des Westernpferdes erklären und eine Vorstellung mit gebissloser Zäumung geben. Besonders spektakulär wird sein Auftritt mit dem Hengst „So Thirsty“ werden: Pferd und Reiter zeigen verschiedene Situationen beim Cutting. Allerdings werden sie keinem lebenden Rind gegenüberstehen, sondern einer Cuttingmaschine – also einer künstlichen Kuh.
Außerdem bietet die Messe ganztags Vorführungen, Seminare, Schulungen und Rassepräsentationen – ein wahres Eldorado für Westernfans und für Freunde cooler Pferde.
Weitere Informationen gibt es unter www.pferdbodensee.de
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