Schöne Bescherung zu Ostern – Martin Schüler´s Erfolgsrun beim Osterturnier der NRHA France

Fröhliche Ostern waren das ganz bestimmt für den saarländischen Trainer, der seit Herbst 2006 bei König Reining Horses im französischen Bliesbruck seine neue Trainingsstätte hat. Seine Teilnahme anlässlich der französischen Futurity war bereits mit Erfolg gekrönt, aber seine Super Performance beim Oster Turnier stellte die Leistungen vom Herbst 2007 noch in den Schatten.
Mit JFB Famous Jac (Besitzerin: Kathy van der Gugten) siegte Martin Schüler in der Limited Open mit einem Score von 73 und konnte diesen Score auch in der Open wieder erreichen, wo es ihm den 2. Platz hinter Olivier Van Den Berg einbrachte.
Der von ihm selbst 2 ½ jährig angerittene Wallach sollte eigentlich 3jährig bei der NRHA Futurity laufen, verletzte sich aber kurz vorher an der Sehne und fiel für ein halbes Jahr aus. 4jährig trainierte ihn Schüler erneut, diesmal war es wieder die Sehne, jetzt auf der rechten Seite.
Eine weitere Zwangspause folgte und danach ritt ihn seine Besitzerin Kathy van der Gugten erst mal über Stock und Stein. Er ging auch das ein oder andere kleiner Turnier in Horsemanship, Pleasure und Trail. Im vergangenen Herbst, 6 Wochen vor der französischen Futurity in Mooslargue, kam er erneut für 6 Wochen zu Martin Schüler. Das Ergebnis war ein Score von 69,5 beim Turnier. In 2008 war Jac diesmal für 2 Monate nach Bliesbruck gekommen. Etwas mehr Training brachte eine überzeugende 73 ein. Übrigens wurde der Wallach von Siegfried Barbara (Kruchten) gezogen aus Jacs Fancy Benito X Famous Amos.

Und auch das zweite Pferd im Bunde ließ sich prima an. SP Boy Is Smart (Swappin Ends Doc x Taris Catalyst), kurz Buddy gehört Jutta Fischer, der Betreiberin der Reitanlage „Weingärtle“ in Dettighofen. Hier hält Martin Schüler regelmäßig Kurse ab. Der Wallach erhielt bei Grischa Ludwig seine Grundausbildung und wurde von Schüler weiter trainiert. Auch Buddy kam 2 Monate vor dem Turnier zu dem Trainer nach Bliesbruck. Er sollte unter Martin Schüler lediglich die Jackpot laufen, die er mit einer 71 beendete. Seine Besitzerin Jutta Fischer showte ihn dann sehr erfolgreich in der Rookie (Platz 2).

WJ: Herzlichen Glückwunsch, Martin Schüler, zu diesem tollen Erfolg beim Osterturnier in Mooslargue. Hattest Du mit solch einem Erfolg gerechnet?
MS: Nein, denn ich wusste, dass die Konkurrenz mittlerweile in Frankreich sehr stark ist. Viele gute Trainer und viele gute Pferde.
Die Jackpot-Klasse war für mich ein Testlauf, den Jac mit einer 71 beendete. Ich wusste danach, dass noch einiges mehr geht bei ihm.
Bei der Rookie Professional kamen wir mit einer 71,5 trotz Penalitys beim Spinnen wegen Überdrehen raus. Bei der Limited Open/Open setzte ich dann alles auf eine Karte, der Lohn war eine 73.
WJ: Und wie lief es mit dem zweiten Pferd, SP Boy is Smart?
MS: Buddy sollte nur die Jackpot unter mir laufen, die er mit einer 71 beendete und wurde dann von seiner Besitzerin Jutta Fischer erfolgreich in der Rookie mit einem 2. Platz vorgestellt.
WJ: Wie hast Du die Pferde auf das Turnier vorbereitet?
MS: Meine Turnierpferde werden gezielt trainiert und konditioniert. Manöver werden erst 3 Wochen vorm Turnier abgefragt.
WJ: Worin liegt das Geheimnis Deines Erfolges?
MS: Trainiert wird zu Hause, was sie da nicht können, kann man ihnen auf dem Abreiteplatz nicht mehr beibringen. Also habe ich die Pferde lediglich vor der Prüfung abgeritten und ihnen keinen unnötigen Stress gemacht.
WJ: Welche/r Trainer hat/haben Dich am meisten in Deiner Arbeit beeinflusst?
MS: Im Januar letzten Jahres durfte ich mehrere Wochen an der Seite von Bernard und Ann Fonck trainieren. Sie haben mich mit ihrer Art und Weise, wie sie die Pferde trainieren, sehr beeindruckt.
WJ: Wie seid ihr eigentlich bei diesem Unwetter nach Hause gekommen?
MS: Aufgrund der Wetterverhältnisse sind wir erst montags nach Hause gefahren.
WJ: Merci, Martin Schüler, für dieses Interview. Möchtest Du noch etwas hinzufügen?
MS: Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal herzlich für das Vertrauen bedanken, dass meine Kunden in meine Arbeit setzen, ganz besonders bei Kathy van der Gugten, die meine allererste Kundin war.
Fotos: Jürgen Seyler, Western Journal |