
Mit Pferden wurde die Welt erobert. Sie sind ein Symbol für Freiheit", sagt Sebastian Kindermann. "Es ist etwas anderes mit einem Pferd über´s Land zu galoppieren, als schnell mit dem Auto zu fahren. Beim Reiten spürt man die Freiheit." Kindermann ist einer, den das Rossfieber schon als Kind gepackt hat. Was macht für ihn die Arbeit mit Pferden so faszinierend? Und woran liegt es, dass immer mehr Leute Begeisterung am Westernreiten finden?
Seit Generationen wurde in seiner Familie mit Pferden gearbeitet. Mit elf Jahren stellte ihn seine Mutter vor die Entscheidung: Entweder richtig reiten lernen oder aufhören, denn für Nachbars Pony war er zu groß geworden. Sebastian Kindermann wurde Pferdetrainer.
Sebastian Kindermann trainiert sowohl Pferde als auch Reiter. Mit verschiedenen Kursprogrammen spricht er sowohl Anfänger als auch Turnierreiter an. Ihm geht es vor allem um die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter. Seine Basiskurse besuchen viele Reiter mit jungen Pferden oder jene, die mit ihrem Tier ein Problem haben. "Es gibt im Westernreiten viele Möglichkeiten Problempferde zu korrigieren. Man kann individueller auf das Pferd eingehen", erklärt Kindermann. "Viele Umsteiger von der Englischen Reitweise zum Westernreiten suchen einen anderen Weg zu ihrem Pferd. Sie wollen aus dem hiesigen Schema und den oft starren Richtlinien ausbrechen."

Westernreiten sei nicht unbedingt leichter als die Englische Reitweise, auch im Westernstil müsse das Pferd sich selbst tragen, jedoch sei die Haltung des Tieres entspannter, und viele Reiter empfänden die Westernstallatmosphäre lockerer. Im Idealfall lägen die Zügel immer locker in den Händen des Westernreiters. Das Pferd müsse stets bereit sein, Kommandos anzunehmen. Die Hilfen würden nur signalartig gegeben. Das Pferd lerne diese Befehle auszuführen, bis ein neues Kommando komme. Bei der Englischen Reitweise hingegen gebe man dem Pferd ständig Paraden.
Profil
Sebastian Kindermann ist 31 Jahre alt und reitet seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine ersten Erfahrung auf Westernturnieren sammelte er mit 15 Jahren. Mit 18 Jahren wechselte er ins Profilager. Mehrere Trainingseinheiten bei diversen Westerntrainern rundeten sein vorhandenes Talent noch ab.
In den letzten Jahren spezialisierte sich Sebastian auf die Disziplinen Reining und Cowhorse. Daneben beschäftige er sich aber auch mit dem Training von Westernpleasure Pferden und betreute Amateurreiter in fast allen Disziplinen unter anderem auch Horsemanship und Westernriding. Trainingsziel ist es immer, ein solide gerittenes, von Non-Pro´s nachreitbares Pferd zu produzieren und damit eine Basis für eine Turnierkarriere zu schaffen.
Der gebürtige Nord-Rheinwestfale, der die letzten Jahre als Trainer in Bayern arbeitete, ist nun auf die Handsome Ranch an die deutsch-französische Grenze in der Nähe von Saarbrücken umgezogen.
Trainingswochenenden / Clinics werden regelmäßig durchgeführt.
Erfolge/Performance
Rheinlandmeister Junior Reining
Semifinalist für deutsche Meisterschaft / Nat. Kader
NRHA Money Earner
4. Platz European Championship Junior Reining APHA
3. Platz deutsche Meisterschaft PHCG Junior Reining
Bronze Trophy Finalist
TWHBA European Champion
5. Platz Hollyday Classics Reining Open Oklahoma City
Diverse Siege und Platzierungen in Reining, Pleasure, Westernriding, Working Cowhorse