23-08-2008

Deutsche Jugend-Mannschaftsmeisterschaft Jugend - Erstes Gold für Niedersachsen!

Spannung pur. Endlich war es wieder soweit: Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften sollten beginnen. Nach dem feierlichen Einmarsch aller Teilnehmer und Richter ging es los – zunächst mit den Jugendlichen. Elf Teams waren in diesem Jahr am Start – inklusive zum zweiten Mal in Folge mit den Gästen aus der Schweiz. Nach den Erfolgen der Vorjahres war Westfalen der natürliche Favorit für den Buchmacher. Sollten sie es wieder schaffen?

 

Tatsächlich sollte es im elften Versuch – die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Jugend wurde erstmals 1998 ausgetragen – zum ersten ganz großen Wurf für Niedersachsen reichen. Silber im Jahr 2000 in Steinhagen, Silber 2001 in Neustadt/Dosse und Bronze 2006 in Bad Salzuflen – und jetzt also das oberste Treppchen. Nach der zweiten Disziplin Pleasure übernahmen die Niedersachsen die Führung in der Zwischenwertung und gaben sie nicht mehr ab. Auch wenn es am Ende noch mal ganz knapp werden sollte. Der herzliche Glückwunsch für die 36 Punkte in der Gesamtwertung gilt Sharlyn Heynmöller auf Dusty, Anna Webersinn auf Regina De Nemaninga, Laura Sasse auf Gandalf, Laura Spielmann auf Little Peppy Olena und der Ersatzreiterin Miriam Müller mit Louisiana Girl. Und nicht zu vergessen: Gratulation auch dem immer schon in dieser Sache sehr engagierten Teamchef Rolf Hildebrandt. Dafür hat er jahrelang hart, aber vor allem mit extremer Liebe für diesen Wettkampf gearbeitet.

 

Silber ging an den Nachwuchs aus Rheinland-Pfalz. Am Ende war es nur ein einziger Punkt, der das Team von Platz Eins trennte. 35 Punkte also in der Gesamtbilanz. Nach einem Jahr Pause – 2006 gab es Gold für dieses Team – war damit Rheinland-Pfalz zurück im Medaillenspiegel. Silber gewannen für das Team: Eva Maria Klein auf Be in Action, Anna Valentina Klein auf Hint Of Leo, Katharina Götz auf Go Frosted Aglo Go sowie Nina Bauer auf Cielos Blue Boy.

 

Westfalen hielt seine tolle Bilanz der vergangenen Jahre aufrecht und kam einmal mehr in die Medaillenränge. Gold 2005, Silber 2006, Gold 2007 – und in diesem Jahr also Bronze für Westfalens Jugend. Die Mannschaft sammelte 32 Punkte. Mit Bronze schmückten sich Sarah Schulte auf Morris, Lorraine Scholle auf Magic Cashinvestment, Nina Kleinemenke auf Giacomo, Anke Hartwig auf Tacos Euro Chex und Ersatzreiterin Anna-Lena Barre mit Smart Snap O Lena.

 

Berlin-Brandenburg legte im Trail vor

 

Berlin-Brandenburg zeigte als Deutscher Mannschafts-Vizemeister des Vorjahres gleich in der ersten Disziplin, dem Trail, dass man auch in diesem Jahr mit ihm rechnen sollte. Es war Michelle Milkowsky, die auf Miss Jolly Jumper souverän für ihr Team gewann. Mit einem Score von 214 sammelte sie so den Sieg, 31 von 33 möglichen Platzierungspunkten und damit 11 Mannschaftspunkte ein.

Nur knapp geschlagen geben musste sich die Rheinländerin Alina Kuhn auf Levis. Bei einem Score von 210 kam sie auf 30 Platzierungspunkte. Das waren 10 Punkte für die Mannschaft und zunächst der zweite Rang. Rheinland-Pfalz freute sich über die Vorstellung von Eva Maria Klein auf Be in Action. Ihr Ritt wurde mit 27 Platzierungspunkten und damit neun Mannschaftspunkten belohnt.

 

Für Niedersachsen-Hannover erledigte Sharlyn Heynmöller den Auftakt. Auf Dusty notierte sie bei den drei Richtern 24 Platzierungspunkte und wurde Vierte. Fünfte im Trail wurde für die Schweiz Perrine Hirter auf Cutters Sugarman (22 Platzierungspunkte). Der sechste Rang ging an Sarah Schulte. Die Westfalin kam auf Morris zu 16 Platzierungspunkten. Bayern startete mit einem siebten Rang in den Wettbewerb. Dafür sorgte Maximilian Jurczyk auf Rika (15 Platzierungspunkte, der sich im Tie-Entscheid gegen die Achte Lina Jeske auf Svannah Wind durchsetzte (Hamburg/Bremen). Neunter wurde für Baden-Württemberg Marc Tuscher auf TL Cherokees Sassy (10) vor Klara Meister auf Mervyn (Sachsen, 6) und der leider off Pattern geratenen Hessin Julia Djeri auf Ates (0).

 

Ergebnis Trail

 

1. Berlin-Brandenburg 11

2. Rheinland 10

3. Rheinland-Pfalz 9

4. Niedersachsen 8

5. Schweiz 7

6. Westfalen 6

7. Bayern 5

8. Bremen/Hamburg 4

9. Baden-Württemberg 3

10. Sachsen 2

11. Hessen 0

 

Nach der Pleasure Spannung pur – drei Teams gleichauf

 

Das versprach Spannung pur: Die Ergebnisse in der Pleasure ergaben es, dass nach zwei Prüfungen gleich drei Teams gemeinsam mit 19 Punkten die Zwischenwertung anführen sollten: Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Rheinland.

 

Dafür sorgte vor allem auch die Siegerin in der Pleasure: Anna Webersinn auf Regina De Nemaninga. Die Niedersachsin brachte ihr Team damit drei Plätze nach vorne. Anna Webersinn schaffte es zudem, den Sieg mit dem Topscore von 33 Platzierungspunkten einzufahren – alle drei Richter sahen sie vorne. Das waren elf Punkte für das Team.

 

Auch der zweite Rang in der Pleasure wurde eindeutig, weil von allen Richtern identisch vergeben: 30 Platzierungspunkte also für Anna Valentina Klein aus Rheinland-Pfalz. Sie stellte Hint If Leo vor. Neun Teampunkte gab es für den dritten Platz von Caroline Leckebusch für das Rheinland. Sie kam auf Mr Sunny Royal Jack zu 24 Platzierungspunkten.

 

Sachsen kam dank Vanessa Beyer auf Carries Cody auf den vierten Rang in der Pleasure. Mit 21 Platzierungspunkten blieb sie einen Punkt besser als die Westfalin Lorraine Scholle auf Magic Cashinvestment (20 Platzierungspunkte). Bremen/Hamburg kam auf den sechsten Platz. Dafür sorgte Gradus Berg auf Thunder Genuine Lynx (18 Platzierungspunkte). Die weiteren Ränge in der Pleasure: 7. Baden-Württemberg mit Anna Stöbe auf Docs Lil San (16), 8. Schweiz mit Jael Heizmann auf Safe Snowbody (14), 9. Berlin-Brandenburg mit Elena Bloch auf Smooth Chants Grace (10), 10. Hessen mit Christin Jana Phillipps auf Chumbawamba (8) und 11. Bayern mit Lisa Rothach auf Eldorado George (4).

 

Ergebnis Pleasure

 

1. Niedersachsen 11

2. Rheinland-Pfalz 10

3. Rheinland 9

4. Sachsen 8

5. Westfalen 7

6. Bremen/Hamburg 6

7. Baden-Württemberg 5

8. Schweiz 4

9. Berlin-Brandenburg 3

10. Hessen 2

11. Bayern 1

 

Zwischenergebnis nach Trail und Pleasure

 

1. Niedersachsen 19

1. Rheinland-Pfalz 19

1. Rheinland 19

4. Berlin-Brandenburg 14

5. Westfalen 13

6. Schweiz 11

7. Bremen/Hamburg 10

7. Sachsen 10

9. Baden-Württemberg 8

10. Bayern 6

11. Hessen 2

 

Titelverteidiger Westfalen holt in der Horsemanship kräftig auf

 

Jetzt kam die dritte Disziplin an die Reihe, die Horsemanship. Und da machte der Titelverteidiger Westfalen einen Riesensatz nach vorne. Denn für dieses Team gewann Nina Kleinemenke auf Giacomo. Bei 30 Platzierungspunkten entschied darüber aber nur der Tie-Richter, denn diese Punktzahl sammelte als Zweite der Horsemanship auch Niedersachsens Laura Sasse auf Gandalf.

 

Mit diesen zehn Mannschaftspunkten aber war klar: Nach drei Prüfungen übernahm Niedersachsen nun alleine die Führung in der Zwischenwertung. Und es sollten sogar fünf Punkte Vorsprung sein – schon eine echte Wegstrecke für die Konkurrenten in der abschließenden Reining. Eigentlich müsste doch bei diesem Vorsprung eine sauber und korrekt gerittene Reining für Niedersachsen zur Goldmedaille reichen, oder?

 

Auch Bayern sammelte in der Horsemanship kräftig Mannschaftspunkte: Nicola Salger kam mit Gismo auf 25 Platzierungspunkte und damit auf den dritten Rang. Berlin-Brandenburg blieb in der Zwischenbilanz in aussichtsreicher Position. Dafür sorgte Janina Müller auf Dolphin Chex als Vierte mit 21 Platzierungspunkten.

 

Caroline Scheppe schaffte für Hessen auf Jacs Dark Jewel bei 19 Platzierungspunkten den fünften Rang – vor der Schweizerin Jael Wälchli auf Ragtime Amazing Grace (18 Platzierungspunkte). Rheinland-Pfalz addierte sich fünf Mannschaftspunkte für den siebten Rang hinzu. Das schaffte Katharina Götz auf Go Frosted Aglo Go (16 Platzierungspunkte). Der Tie entschied zwischen dem achten und neunten Rang. Achte wurde mit 15 Platzierungspunkten Mia Maria Jeske auf Miss Delight (Hamburg/Bremen) vor der Rheinländerin Lea Muhl auf Watch My Technique. Zehnte wurde für Baden-Württemberg Vanety Korbus auf Boggie Chillon (5) vor Lisa-Marie Georgi aus Sachsen (4).

 

Damit war Niedersachsen vor der letzten Prüfung deutlich voraus. Den jetzigen Silberplatz teilten sich Rheinland-Pfalz und Westfalen, dicht gefolgt von den beiden punktgleichen Landesverbänden Rheinland und Berlin-Brandenburg. Es stand aber auch fest: nur noch diese fünf Mannschaften hatten vor der Reining Medaillenchancen.

 

Ergebnis Horsemanship

 

1. Westfalen 11

2. Niedersachsen 10

3. Bayern 9

4. Berlin-Brandenburg 8

5. Hessen 7

6. Schweiz 6

7. Rheinland-Pfalz 5

8. Bremen/Hamburg 4

9. Rheinland 3

10. Baden-Württemberg 2

11. Sachsen 1

 

Zwischenergebnis nach Trail, Pleasure und Horsemanship

 

1. Niedersachsen 29

2. Rheinland-Pfalz 24

2. Westfalen 24

4. Rheinland 22

4. Berlin-Brandenburg 22

6. Schweiz 17

7. Bayern 15

8. Bremen/Hamburg 14

9. Sachsen 11

10. Baden-Württemberg 10

11. Hessen 9

 

Nina Bauer macht es noch mal richtig spannend

 

Traditionell ist es die Reining, die für die Entscheidung in der Mannschaftsmeisterschaft sorgt. Beste Laune auf den Rängen, knisternde Spannung in der Luft.

 

Und Rheinland-Pfalz griff auf ganzer Linie an. Dafür sorgte Nina Bauer, die auf 31 Platzierungspunkte kam und damit die Reining gewann. Ihr Team kletterte auf 35 Punkte. Das war die Marke, die für die anderen Teams galt. Für Baden-Württemberg sicherte Leonie Christiansen auf Choose A Royal Pony den zweiten Rang. Sie kam mit nur einem Platzierungspunkt hinter der Siegerin aus dem Run (30).

 

Dritte wurde für Hessen Laura Stein auf SR Frosty Smoke. Bei 28 Platzierungspunkten eine klare Sache. Und das sollte Bronze bedeuten: Anke Hartwig sammelte mit Tacos Euro Chex 25 Platzierungspunkte. Der vierte Platz in der Reining, das war Bronze für den Titelverteidiger Westfalen in diesem Jahr.

 

Und eine Punktlandung schaffte Laura Spielmann auf Little Peppy Olena. Die Niedersachsin schaffte es, mit dem fünften Platz bei 21 Platzierungspunkten und den entsprechenden sieben Mannschaftspunkten haargenau, die Gesamtführung für ihr Team zu verteidigen. Das war es also, das Gold für Niedersachsen!

 

Berlin-Brandenburg musste sich mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben. Anne Biebler kam mit RDH Genuine Red Sun bei ebenfalls 21 Platzierungspunkten auf den sechsten Platz. Mandy Faust aus Sachsen belegte mit Phönix den siebten Platz (15 Platzierungspunkte). Auch das Rheinland schaffte es nicht mehr in die Medaillenränge: Sina Kaletka kam auf Holllywood Mavericks Enola zu ebenfalls 15 Platzierungspunkten und den achten Rang. Neunte wurde Sebastian Scheifele auf Taco Leno Bar (Schweiz, 14 Platzierungspunkte) vor 10. Tatjana de Buhr auf Filou the Heartbreaker (Bremen/Hamburg, 6 Platzierungspunkte) und 11. Christina Gsinn auf Smart Cayenne Pepper (Bayern, 3 Platzierungspunkte).

 

Endergebnis

 

1. Niedersachsen 36 Punkte

 

Trail: Sharlyn Heynmöller Dusty

Pleasure: Anna Webersinn Regina De Nemaninga

Horsemanship: Laura Sasse Gandalf

Reining: Laura Spielmann Little Peppy Olena

Ersatzreiter: Miriam Müller Louisiana Girl

 

2. Rheinland-Pfalz 35 Punkte

 

Trail: Eva Maria Klein Be in Action

Pleasure: Anna Valentina Klein Hint Of Leo

Horsemanship: Katharina Götz Go Frosted Aglo Go

Reining: Nina Bauer Cielos Blue Boy

 

3. Westfalen 32 Punkte

 

Trail: Sarah Schulte Morris

Pleasure: Lorraine Scholle Magic Cashinvestment

Horsemanship: Nina Kleinemenke Giacomo

Reining: Anke Hartwig Tacos Euro Chex

Ersatzreiter: Anna-Lena Barre Smart Snap O Lena

 

4. Berlin-Brandenburg 28 Punkte

 

Trail: Michelle Milkowsky Miss Jolly Jumper

Pleasure: Elena Bloch Smooth Chants Grace

Horsemanship: Janina Müller Dolphin Chex

Reining: Anne Biebler RDH Genuine Red Sun

 

5. Rheinland 26 Punkte

 

Trail: Alina Kuhn Levis

Pleasure: Caroline Leckebusch Mr Sunny Royal Jack

Horsemanship: Lea Muhl Watch My Technique

Reining: Sina Kaletka Hollywood Mavericks Enola

Ersatzreiter: Joanna Pohl Colonel Lynx

 

6. Schweiz 20 Punkte*

 

Trail: Perrine Hirter Cutters Sugarman

Pleasure: Jael Heizmann Safe Snowbody

Horsemanship: Jael Wälchli Ragtime Amazing Grace

Reining: Sebastian Scheifele Taco Leno Bar

Ersatzreiter: Benaja Wälchli Wirbel

 

7. Baden-Württemberg 20 Punkte*

 

Trail: Marc Tuscher TL Cherokees Sassy

Pleasure: Anna Stöbe Docs Lil San

Horsemanship: Vanety Korbus Boggie Chillon

Reining: Leonie Christiansen Choose A Royal Pony

Ersatzreiter: Vanessa Trautwein Cheyenne from Golden Valley

 

8. Hessen 18 Punkte

 

Trail: Julia Djeri Ates

Pleasure: Christin Jana Phillipps Chumbawamba

Horsemanship: Caroline Scheppe Jacs Dark Jewel

Reining: Laura Stein SR Frosty Smoke

Ersatzreiter: Nele Sauer Domino

 

9. Bayern 16 Punkte*

 

Trail: Maximilian Jurczyk Rika

Pleasure: Lisa Rothach Eldorado George

Horsemanship: Nicola Salger Gismo

Reining: Christina Gsinn Smart Cayenne Pepper

Ersatzreiter: Jana Schöntal Heza Miracle Magic

 

 

10. Bremen / Hamburg 16 Punkte*

 

Trail: Lina Jeske Svannah Wind

Pleasure: Gradus Berg Thunder Genuine Lynx

Horsemanship: Mia Maria Jeske Miss Delight

Reining: Tatjana de Buhr Filou the Heartbreaker

 

11. Sachsen 16 Punkte*

 

Trail: Klara Meister Mervyn

Pleasure: Vanessa Beyer Carries Cody

Horsemanship: Lisa-Marie Georgi Komedia

Reining: Mandy Faust Phönix

 

* Tie-Entscheid: Joker-Disziplin war die Horsemanship.

 

 

Quelle: ewu