02-09-2008 |
Der zweite Tag der Americana 2008 - die Rinder standen im Mittelpunkt
Rinderprüfungen bilden den Schwerpunkt des zweiten Americana-Tages. Den Vormittag über trugen die Cutter den ersten Go der European Championshio Open aus. Live-Stream ab Mittwoch Eine wichtige Nachricht für alle, die den Weg nach Augsburg nicht finden werden: Ab Mittwochvormittag gibt es unter der Americana-Homepage www.americana.de den Live-Stream der Show zu sehen. EC 18 European Championship Cutting Open Italiener führen nach Vorlauf Zu den ganz großen Highlights der Americana zählt traditionsgemäß die European Championship im Cutting. Hier fand heute der erste Vorlauf um die mit 12.000 Euro added dotierte Open statt. 53 Starter waren hierfür gemeldet – ein außergewöhnlich großes und vor allem außergewöhnlich starkes Starterfeld mit vielen Favoriten. Freud und Leid lagen in dieser Cutting einmal mehr dicht beieinander. So gut und erfolgreich Pferd und Reiter auch sein mögen, beim Cutting spielt eben immer noch ein dritter Partner mit: das Rind. Mit einer 147 setzten sich der Italiener Gianluca Munarini und Starlight Elan als vorletzte Starter an die Spitze des Vorlaufs. Dieser Score ist umso höher zu bewerten, als die beiden Richter Ronald Sharpe und John Tuckey sehr streng bei der Bewertung waren. Schon beim Masters Cutting am Vortag wie auch nun beim Go Round zur European Championship musste man schon auf volles Risiko reiten, um überhaupt auf eine 70 zu kommen. Damit hat sich Munarini ein solides ‚Polster’ für seinen möglichen vierten (!) Americana EM-Titel in Folge geschaffen: 2002 gewann er diese Prüfung bereits mit Acres of Time, 2004 mit MR Pepto Fletch und 2006 mit Starlight Elan. Der 10-jährige Hengst Starlight Elan im Besitz von Roberto Cuoghi ist ein Sohn des großen Grays Starlight und hat bereits über 60.000 Dollar allein bei NCHA Cuttings gewonnen. Den zweitbesten Ritt des Vorlaufs hatte Andrea Santini mit Smart Lil Angle (Bes. Campezzone Pompeo). Santini, der schon das Masters Cutting für sich entschieden hatte, wurde von den Richtern für seinen Ritt mit einer 145 belohnt. Dritter wurde mit einer 144 Pietro Valeri auf MR Pepto Fletch – eben jenem Pferd, mit dem Munarini Europameister 2004 war. Die besten deutschen Teilnehmer kamen mit einer 141 auf Platz 9: Michael Ohlhoff mit Trish La Dish, Uwe Röschmann mit dem Masters Cutting Reserve Champion 2008 Ricochet Pep (Bes. Jozef Kosina, CZE) und Malte Döring mit Kiss My Cat. Diesen neunten Rang belegte auch der Italiener Markus Schöpfer, der auch in diesem Jahr mit einem rasanten Foto das Americana-Plakat ziert. Er brachte Dark As Pitch auf 141 Punkte. Alle weiteren Reiter blieben im ersten Go unter der 140er Grenze.
AMERICANA 2008: Mehr Neuigkeiten des heutigen Tages Im Cutting groß im Kommen: Tschechien Sehr zufrieden ist Uwe Röschmann mit den bisherigen Leistungen auf dieser Americana. Der erfolgreiche deutsche Cutter, der seit sechs Jahren in Texas trainiert, kam eigens zu Europas „Mekka des Westernreitens“ aus den USA. Er brachte Ricochet Pep mit, den 9-jährigen Wallach, mit dem er im Masters Cutting Zweiter war und unter die Top Ten im ersten Vorlauf um die Americana European Championship Cutting Open kam. Das Pferd, das bisher etwa 140.000 Dollar im Cutting gewonnen hat, ist im Besitz des tschechischen Unternehmers Jozef Kosina. Kosina, der nach eigenen Angaben seit etwa sechs Jahren mit dem Cuttingsport zu tun hat, showt auf dieser Americana auch zum ersten Mal selbst. „Eine tolle Veranstaltung,“ sagt er. „Ich bin wirklich beeindruckt – so viele gute Pferde und Reiter!“ Jozef Kosina ist der erste Europäer, der auf der Paint Horse World Show in den USA ins Finale kam. Er hat momentan acht Cuttingpferde, die zum Teil bei Uwe Röschmann in USA im Training sind. Derzeit ist er mit dem Bau einer eigene Cuttinganlage in der Nähe von Prag beschäftigt. Anna Limmer und ihr Hengst Hesa San Jo verschafften sich mit ihrem sechsten Platz im Vorlauf zum World Open Trail eine komfortable Ausgangsposition fürs Finale, das am Sonntag Mittag stattfinden wird. Die beiden haben ihren Titel von der letzten Americana zu verteidigen und gehen auf jeden Fall als einer der Favoriten ins Finale. Hesa San Jo hat eine weitere bemerkenswerte Saison hinter sich. Der Hengst, der in den USA gezüchtet wurde, kam als 5-jähriger zu Anna Limmer. Seitdem haben sich die beiden zu einem Dream Team entwickelt. Mit Hesa San Jo beweist Anna seit Jahren, dass ein hoch spezialisierter Reiner wie dieser Hengst auch sehr erfolgreich in anderen Disziplinen gehen kann. 2006 gewannen die beiden den Americana World Open Trail und entschieden die Bavarian Golden Series in Western Horsemanship für sich. Das Jahr 2007 beendete Hesa San Jo als das Quarter Horse mit den meisten in Reitklassen erzielten Punkten in Deutschland auf der AQHA Rangliste. Auch 2008 hat sich bisher überaus gut für die beiden angelassen: Golden Series Champion im Trail, Reserve Champion in Horsemanship und der Superior Titel in Reining. „Er hat ein Riesen-Herz und will immer alles recht machen,“ schildert Anna ihr Pferd begeistert. „Ich würde ihn niemals hergeben.“
Markus Schöpfer mit einer tollen Fence Work klar an der Spitze des Go`s Das Finale gibt es am Freitag in der Abendshow „Cutting Spectacular“ – heute fand der Go der ERCHA Working Cowhorse Open statt. Und dieser Vorlauf wurde zu einem Kräftemessen der hier als Favoriten gehandelten Reiter. Den eindeutigen Top-Score im Go setzte Markus Schöpfer. Auf Peptos Lil Bingo kam der Vorjahresneunte auf einen klasse Punktestand von 292. Er hatte in der Dry Work eine 143 vorgelegt und begeisterte in der Fence Work mit einer 149. Die Fence Work hatte er damit mit einem Vorsprung von sieben Zählern für sich entschieden! Und in der Gesamtwertung blieben 4,5 Vorsprung vor dem Zweiten des Vorlaufs.
Vize-Europameister Riccardo Nicolazzi meldet wieder Ansprüche an Diesen Rang sicherte sich der Americana-Vize-Europameister des Jahres 2006: Riccardo Nicolazzi, der A Little Off Center vorstellte. Er behauptete sich mit einer Score von 287,5. Dabei legte Riccardo Nicolazzi mit 145,5 die beste Dry Work vor, und ließ einen Score von 142 in der Fence Work folgen. Der Schweizer Christoph Seiler – Fünfter dieser Disziplin im Vorjahr – schaffte das Kunststück, alle drei vorgestellten Pferde ins Finale zu bringen: Er kam auf den dritten, fünften und sechsten Rang im Go. Den dritten Platz schaffte er mit Smart Little Steady. Mit diesem Pferd schaffte er einen Score von 283,5 (143,5 Dry Work / 140 Fence Work). Fünfter wurde er mit MR Colonel Smart, mit dem er auch vor zwei Jahren Fünfter in der Endabrechnung geworden war (275 – 139/136). Und im Tie auf dem sechsten Platz showte Christoph Seiler Wheel Around Oak ins Finale (274 – 140/134). Der frischgebackene Deutsche Meister EWU und Dritter dieser Prüfung bei der letzten Americana zeigte auch hier im Go seine Klasse: Philipp Martin Haug kam als Vierter durch die Qualifikation. Er sammelte auf seinem bewährten Slidin On Diamonds 281 Punkte (141/140). Der Österreicher Gerold Dautzenberg war vor zwei Jahren bei der Americana der große Abräumer in der Working Cowhorse. Damals gewann er die Open und in der Non-Pro Working Cowhorse war er sogar Europameister und Vize-Europameister geworden. Jetzt im Go der Open kam er im Tie mit Christoph Seiler als Sechster ins Finale. Auf Smart Rip scorte er eine 274 (137/137). Als Achter kam der Schwede Staffan Nielsen ins Finale. Dank einem Score von 272 (139/133) auf Hot Rodden Chick. Der neunte Rang ging an Ute Holm. Nach einem schweren Sturz mit Docs Gun vor kurzem in der Working Cowhorse durchaus eine Besonderheit. Bei dem Ritt zu 271,5 Punkten (133,5/138) waren allerdings noch Folgen des Sturzes und auch der daraus resultierenden verringerten Trainingsarbeit erkennbar. Den letzten Finalplatz sicherte sich als Zehnte die Italienerin Francesca Baron auf Shorty Buckaroo (271,5 – 140,5/130). Elf Reiter schafften die Qualifikation nicht. Darunter auch der Vorjahressechste Sascha Ludwig. RC 23 ERCHA Two-Rein Open Klasse Score von 294 für Markus Schöpfer Nur vier Pferde traten in der ERCHA Two-Rein Open an. Aber was für ein Ritt war das, den Markus Schöpfer auf Peptos Lil Bingo zeigte: Er begeisterte und bekam für seine Leistung einen hochverdienten Score von 294. Diesem Ritt musste sich auch Philipp Martin Haug beugen, der als Zweiter auf Rooster Bunny zu einer 285,5 kam. Staffan Nielsen kam auf Har Peppys Holiday als Dritter durchs Ziel (262), Vierter wurde Christoph Seiler auf Wheel Around Oak (256). EC 25 Limited Open Working Cowhorse Einmal mehr ertönte die deutsche Nationalhymne zu Ehren von Philipp Martin Haug und Slidin On Diamonds. Die beiden gewannen verdient die Americana European Championship Working Cowhorse Limited Open. 281 Punkte vergaben die Richter für den schönen Ritt. Es war ein weiterer Erfolg für dieses großartige Duo, das gerade erst vergangene Woche Deutscher Meister EWU und vor erst zwei Wochen zum dritten Mal in Folge FEQHA European Champion Senior Working Cowhorse bei den Quarter Horses geworden war. Slidin On Diamonds, der im Besitz von Wolfgang Dalick ist und über eine ganz besondere Ausstrahlung in der Showarena verfügt, bewies einmal mehr, dass er zu den besten Cowhorses Europas zählt und sich auch gegen schwierige Rinder durchsetzen kann. „Er liebt die Showarena einfach,“ so Haug zu seinem Pferd. „Und er hat ein großes Herz!“
Der Schwede Stefan Edmann gewann die ERCHA Novice Rider. Er kam auf Tangys Painted Pony zu einem Score von 279. Und ließ so um 1,5 Punkte den Italiener Loris Raffagnato auf Bud In A Bottle hinter sich. Dritte wurde Sabine Brasche auf Lil Peptorella. Die weitere Platzierung: 4. Andrea Grassi auf OT Taris Boogie, 5. Marco Conte auf Ima Tanderstorm, 6. Beppe Trevisan auf Jacklight Swingo, 7. Manuela Heim auf Impress Zip Coolman, 8. Antje Bartkowiak auf Bo Al Capone, 9. Massimo Milano auf Chicory Chicory Doc.
Massimo Milano gewann die Working Cowhorse Limited Non-Pro. Auf Chicory Chicory Doc scorte die Italienerin eine 277. Zweiter wurde Marco Conte auf Ima Tanderstorm vor Gabriela Küng auf Smart Little Steady. Der vierte Platz ging an Stefan Eliasson auf Hotrodden Chick, Fünfter wurde Andrea Grassi auf OT Taris Boogie.
Quelle: Ramona Billing
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