26-01-2009

NRHA-Futurity – Grischa Ludwig (Bitz): „Auf der im internationalen Focus stehenden Futurity sollten die Weichen für einen Erfolg versprechenden Sponsoring gestellt werden.“  

(HPV). Den jetzt folgenden und befragten Reiter in der Reihe zur NRHA European Futurity vorzustellen, hieße die berühmten Eulen nach Athen zu tragen. Es ist Grischa Ludwig vom Schwantelhof in Bitz. In der Westernszene ist er so bekannt, wie der viel zitierte „bunte Hund“. Und spricht man auf Reit- und Springturnieren über das Westernreiten, fällt fast ausnahmslos der Name des 35-jährigen Schwaben. Darüber hinaus haben seine Aussagen und Einschätzungen in der Szene Gewicht, seine Ratschläge sind befragt- und sie werden vor allen Dingen befolgt. Und dass die jungen Westernreitschüler(innen) den lebensbejahenden und stets gutgelaunten Reiter zumeist als ihr großes Vorbild nennen, davon kann sich jeder in Gesprächen mit den Nachwuchsreitern überzeugen.

Grischa Ludwig hat schon einiges in seiner sportlichen Laufbahn erreicht. Er ist mehrfacher European Champion, zweifacher nationaler Titelträger (FN) und in etlichen Bronze Trophys grüßte er ebenfalls als Meister seines Fachs, um nur einige seiner vielen Erfolge zu nennen. Sich jetzt auf seinen Lorbeeren auszuruhen kommt für ihn nicht infrage. Einer wie er macht sich vielmehr Gedanken darüber, wie man das Westernreiten weiter nach vorne „auf die Überholspur“ bringen kann. Nicht nur von seinen Freunden aus dem Dressur- und Springbereich (u. a. der Dressur-Mannschafts-Olympiasieger von Athen 2004 Martin Schaudt) ist ihm bekannt, wie wichtig eine gute Promotion in der Reiterei geworden ist. Grischa Ludwig sagt: „Nur wenn über das Westernreiten in der Öffentlichkeit gesprochen und geschrieben wird entwickelt sich auch die Möglichkeit, dass wir die für den Sport äußerst wichtigen Sponsoren für unsere Szenerie begeistern können. Und anschließend tun wir dann gut daran darauf achten, dass die Interessenten behutsam in den Westernsattel gehoben werden.“ Der Reiner weiß wovon er spricht. Deshalb sollten seine Anregungen so verstanden werden, dass mit der Ausrichtung, der im internationalen Focus stehenden NRHA European Futurity, eine große Chance besteht dafür zu sorgen, dass jetzt „die Weichen für einen Erfolg versprechenden Sponsoring für den Westernreitsport gestellt werden.“ Nicht unerwähnt und lobend bemerkt er: „Ein Beweis, dass sich in der heimischen Reiningszene etwas bewegt ist die Tatsache, dass die Euro Futurity nach einer so kurzfristigen Planung in Deutschland ausgetragen werden kann.“

Für das Highlight in der Oberpfalz hat der Trainer und Ausbilder drei Pferde vorgesehen. Zu seinen Aussichten befragt meinte Grischa Ludwig: „Da es die erste europäische Futurity ist, sollte man zuerst einmal abwarten wie diese besetzt ist- und welche Reiter-Pferd-Kombinationen letztendlich an den Start gehen werden. Eine weitere große Frage wird die Beschaffenheit des neuen Bodens sein.“ Der Reiter von der schwäbischen Alb ist zwar kein Befürworter, dass alle Events in Kreuth ausgetragen werden, denn „nach Kreuth kommen allezeit nur die selben Leute- und somit wird auch nur in der alltäglichen Suppe herumgerührt.“ Der Urschwabe hat erkannt, dass man sich auch anderweitig zeigen und präsentieren muss, um mehr in den Blickpunkt der Bevölkerung zu kommen. Für ein so großes Turnier wie der European Futurity allerdings, gibt es auch für Ludwig keinen besser geeigneten Ort. „Bei der Größe dieses Events ist die Ostbayernhalle einfach nicht zu schlagen.“ Mit Maik Bartmann (Osthofen) stimmt der Chef vom Schwantelhof in der Zuschauerfrage überein. „Für die Besucher ist optimal gesorgt, beste Sitzplätze, sehr gute Gastronomie und kurze Wege zu den Hotels garantieren, dass sich die Zuschauer auf dieser Veranstaltung wohl fühlen können. Und wenn dann alles optimal verläuft wird die Halle auch diesmal wieder knallvoll sein“, ist sich der Sonnyboy unter den Reinern sicher.

 

Fortsetzung: Oliver Stein (Rhede).

 

 

Foto: Westerner – es zeigt Grischa Ludwig