
Wenn 20 % der Mitglieder bei einer Jahreshauptversammlung erscheinen, dann darf man ruhig mal stolz sein. Das ganze lässt sich dann nur noch übertreffen durch die Einigkeit und konstruktive Arbeit, so wie es bei den Teilnehmern der ApHCG Regionalgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland am vergangenen Wochenende der Fall war.
14 Teilnehmer fanden sich zur Mitgliederversammlung der Regionalgruppe in Emmelshausen ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Walter Lang ging es auch gleich zur Sache. Es galt eine große Anzahl an Vorstandsposten neu zu besetzen: 2. Vorsitzender, Zuchtwart, Jugendwart und Freizeitwart.

Für das Amt des 2. Vorsitzenden schlug Walter Lang einen Newcomer in den Reihen der Regionalgruppe vor. Christan Stetter aus Mörschied bei Idar-Oberstein wird sich innerhalb der Regionalgruppe besonders um die Attraktivitätssteigerung des Appaloosa bei den Freizeitreitern kümmern. Motivierte Leute im Vorstand sind nicht nur eine Bereicherung sondern ein Grundvoraussetzung für das Funktionieren des Vereins. Die anwesenden Mitglieder brachten dem „Neuen“ das nötige Vertrauen entgegen und wählten ihn einmütig.

Als Nächstes stand das Amt des Zuchtswarts zur Disposition, welches Walter Desoi leider aus beruflichen Gründen niederlegen musste. Desoi erläuterte kurz die Aufgaben und Tätigkeiten des Zuchtwarts, Horst Berg, der diesen Posten ebenfalls lange Zeit begleitet hatte, erklärte auch die Wichtigkeit der Präsenz bei den überregionalen Veranstaltungen des AphCG. Es müsse dem Amtsträger bewusst sein, so Berg, dass dies keine Aufgabe wäre, die man so nebenbei mal absitzen könne.
Überhaupt erklärte er die Wichtigkeit eines jeden, sich hier nach besten Kräften im Verein einzubringen. „Der Verein lebt davon, dass die Mitglieder etwas tun“ bekräftigte Berg seinen Standpunkt. Wer sich für einen Posten wählen lässt, sollte auch etwas leisten wollen.
Regina Fahle übernahm nach reiflicher Überlegung das Amt der Zuchtwartin für die Regionalgruppe. Sie konnte ihren eigentlichen Job als Jugendwartin in Ermangelung von Jugendlichen mit gutem Gewissen niederlegen und wurde einstimmig von den Mitgliedern gewählt.
Im Bereich Betreuung der Freizeitreiter blieb alles beim Alten. Sabine Kneip, die dieses Ressort bereits seit Jahren betreut, stellte sich erneut zur Verfügung und wurde in ihrem Amt bestätigt. Dabei wurde der Satz des Vorsitzenden „dann hebt jeder mal die Hand“ zu einem geflügelten Wort.

Als nächstes sprach Lang die unausreichende Presse- bzw. PR-Arbeit in der Regionalgruppe an. Hierüber wurde eifrig diskutiert, denn den Teilnehmern war der Bedarf durchaus bewusst, allerdings fehlten hier die Mittel für die Vergabe dieser Arbeit in professionelle Hände. Man einigte sich im ersten Zug darauf, dass sich Sabine Kneip, die diese Position bereits beim Bundesvorstand inne hat, zusammen mit Susanne Alfs vom Western Journal um ein regere Pressearbeit in der Regionalgruppe kümmern wird.
Nach diesem zügigen Ablauf der Wahl informierte Horst Berg die Mitglieder über den Verlauf und die Themen der Jahreshauptversammlung auf Bundesebene. Hier hob er besonders die enorme Unterstützung des Vorstands im Bereich Zucht hervor. In 2009 sollen 10.000 EUR in den Topf fließen. Davon gehen schon mal 5.000 EUR an die besten Fohlen, welche sich auf den regionalen Fohlenschauen qualifizieren müssen. Die besten Fohlen werden dann nach Aachen eingeladen und kämpfen hier um den Sieg und die tollen Prämien. 2.500 EUR dieser Summe wandern in den Futurity Topf und weitere 2.500 EUR sollen an die besten Prämienstuten ausgeschüttet werden.
Walter Desoi informierte die Mitglieder über ein attraktives Weiterbildungsangebot in Sachen Zucht, welches in Zusammenarbeit mit der Zuchtleiterin Dr. Ines v. Butler-Wemken stattfinden soll.

Im Bereich Aktivitäten und Veranstaltungen ist auch für 2009 neben den Fohlenschauen auch wieder Zusätzliches geplant. Sabine Kneip bietet am 20. Juni wieder einen Trailkurs mit Jürgen Wickert in Womrath an. Diese Veranstaltung fand bereits im Vorjahr großen Anklang.
Mit dem Tag des Appaloosa wird die Regionalgruppe im Herbst seinen Mitgliedern eine Plattform bieten, auf der sie ihre Pferde und ihre Zucht präsentieren können. Geplant sind ein umfangreiches Showprogramm, Testrides und ein Informationsstand. Hier gibt es noch keinen Termin, angedacht ist das erste Wochenende im Oktober.
Bewundernswert war das große Interesse aller Beteiligten, gemeinsam etwas mehr auf die Beine zu stellen. Es herrschte Einigkeit darüber, dass man in die „Hände spucken“ müsse, um etwas für die bunten Pferde zu bewegen. Die ersten Schritte in die richtige Richtung wurden bereits in dieser Sitzung unternommen.
Susanne Alfs