Zucht: Neue Herausforderungen - bewährtes Fundament - Gedanken und Planung zur zukünftigen Zuchtarbeit der DQHA
Der Zuchtausschuss ist und war mit seiner fachlich guten Besetzung und seiner beständigen Arbeit einer der Stützpfeiler der DQHA. Immer wieder sind anerkennende Kommentare über die Arbeit des Gremiums zu hören.
Die Zuchtschauen, allen voran die Fohlenschauen mit annähernd 400 vorgestellten Fohlen pro Jahr, die Stutenschauen wie auch die Körungen dürfen als „etabliert“ bezeichnet werden. Parallel dazu erfreuen sich die Futurities einer regen Teilnahme, sowohl in den Regionen wie auch bei der Jahreshauptschau (345 Futurity-Starts wurden bei der Q8 verbucht). Auch die SSA erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Hier trägt die lange Aufbau-Arbeit der vergangenen Jahre Früchte. Wie schon aus den Medien zu erfahren war, ist dieses Modell eines Zuchtförderprogramms mittlerweile auch Vorbild in vielen Nachbarländern, die die DQHA um Unterstützung bzw. Information zum Aufbau von deren Zuchtsystemen bitten. Deutschland wird voraussichtlich noch in diesem Jahr Mexico überholen und dann die drittgrößte Quarter Horse-Population weltweit haben.
Die breite Akzeptanz der Zuchtschauen macht aber auch eine breite Basis an fachlich hochqualifizierten DQHA Zuchtrichtern erforderlich. Hier wurde bereits in Fort- und Ausbildung investiert und der Kreis der anerkannten Zuchtrichter erweitert. Die DQHA wird in den nächsten Jahren noch verstärkt Richter-Kurse anbieten, um geeignete Personen für diese Arbeit zu begeistern und das anerkannte Bewertungssystem weiterzführen.
Gentests und Microchip – wachsender Beratungsbedarf
Zuchtschauen, Futurities und Veranstaltungen sind aber nur ein Teil der Zuchtarbeit. Züchterische Beratung, Aufklärung, Information und Assistenz ist mittlerweile ein bedeutender Teil der Anforderungen, die an die Zuchtleitung und den Zuchtausschuss gestellt werden. Ganz aktuell sind hier die Herausforderungen der Gendefekt-Debatte oder die EU-Verordnung über die Kennzeichnung von Equiden zu nennen. Die Verhandlungen mit dem Bad Kissinger Labor Laboklin, das neuerdings zertifizierte Gentests in Deutschland anbieten kann, sind bereits weit gediehen. In allernächster Zeit soll ein Rahmenvertrag unterzeichnet werden, um den DQHA-Mitgliedern Sonderkonditionen bei den Tests anzubieten. Zur Frage der verpflichtenden Microchips wird die FN in Kürze auf Anfrage des Zuchtausschusses eine Erklärung veröffentlichen. Gleichzeitig kommt die neue Futurity-Datenbank zügig voran. Seit der ersten Vorstellung bei der diesjährigen Convention wird die Datenbasis kontinuierlich erweitert.
Der Rücktritt von Gesa Meier-Bidmon als DQHA Zuchtleiterin stellt die DQHA natürlich vor neue Herausforderungen. Doch die konsequente Zuchtarbeit der vergangenen Jahre muss und wird weitergehen! Gesa Meier-Bidmon hat eine Kündigungsfrist von sechs Monaten. Bis zum Herbst, also Ende September, wenn die meisten Fohlenschauen schon stattgefunden haben, ist sie also noch als DQHA Zuchtleiterin tätig. Außerdem ist der Vorstand optimistisch, dass sie auch über diesen Zeitpunkt hinaus weiterhin zumindest beratend und unterstützend mit der DQHA zusammenarbeiten wird.
Die kommenden Monate wird die DQHA nutzen, um eine(n) geeignete(n) Nachfolger(in) zu finden. Mit der „neuen“ Besetzung wird es dann mit dem gut eingespielten Zuchtausschuss-Team eine kontinuierliche weitere DQHA Zucht-Arbeit geben!
Markus Rensing, DQHA-Zuchtobmann
Quelle: dqha.de
Wichtige Weichen für die Zucht von American Quarter Horses in Deutschland werden am Sonntag, 26. April, ab 13 Uhr bei der Jahreshauptversammlung der DQHA in Frankfurt-Eschborn (Mercure Hotel Helfman Park) gestellt. Auf der Tagesordnung stehen eine Vielzahl von Anträgen, darunter Änderungsvorschläge zum Futurity- und SSA-Reglement und dem Zuchtziel. Alle Mitglieder sind aufgerufen, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Nach drei Jahren stehen nun auch wieder Wahlen von Vorstand und Ausschussmitgliedern an.
Foto: S. Alfs |