24-04-2009

Get the most out of it - DQHA Jahreshauptversammlung am Sonntag in Eschborn

 

Hoffentlich ist der Saal in Eschborn groß genug, denn was sich jetzt schon abzeichnet, ist eine Rekordbeteiligung bei den Vorstandswahlen am kommenden Wochenende.

Wer sich nicht beteiligt, der darf auch später nicht meckern. Und so verabreden sich eifrig DQHA Mitglieder zu Fahrgemeinschaften in die Main-Metropole, was wir eine tolle Sache finden.

Inzwischen gibt es leider auch eine ganz deutliche Stimmungsmache durch das DQHA Vereinssprachrohr Wittelsbürger, das „rather“ unseriös mit allen umgeht, die nicht auf der aktuellen Linie schwimmen.

Ob man sich damit identifizieren kann oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Schließlich ist mann/frau mündiger Bürger und darf seine Meinung selber bilden. Wir erwarten auf jeden Fall einen spannenden Wahlkampf.

Was wir uns in diesem Zusammenhang wünschen, wären einige Änderungen auf dem Programm. Da wäre z.B. eine umfangreiche Zuchtwertschätzung, denn leider kann man von den Hengsten außer ein paar Körnoten nicht viel mehr in Erfahrung bringen. Wo findet man die Zuchtwerte für die „deutschen“ American Quarter Horses?

Die Stellungnahme von Markus Rensing zur Zucht aus den vergangenen Tagen bringt nichts spektakulär Neues. Dass die Microchip-Kennzeichnung kommt, dürfte eigentlich schon jeder mal gehört haben und was es damit auf sich hat, kann einem der zuständige Tierarzt besser erklären. Hier muss sich der Zuchtverband nicht auch noch einschalten – tun andere Verbände ja auch nicht.

Wenn man sich überlegt, dass nur 400 Fohlen jährlich zur Fohlenschau kommen, man aber davon ausgehen kann, dass in Deutschland in 2008 ca. 1700 Fohlen aus Deutschland neu bei der AQHA registriert wurden, kann man da von etablierten Fohlenschauen reden? Da wäre doch noch ein enormes Potential.

Die Mehrzahl der Fohlenschau-Resistenten sind eh über die „gesperrte Nierenpartie“ gestolpert und haben diesen Teil des Pferdes schon zum Unwort des Jahres erkoren.

Was hat man über die letzten Jahre nur mit den interessanten Daten gemacht,  die eigentlich in eine Zuchtwertschätzung einfließen sollten? Wo kann der Züchter sich über die Vererberqualitäten eines bestimmten Hengstes informieren? Darauf gibt auch das Wahlinterview des amtierenden Vorstandsvorsitzenden keine Antwort.

Propaganda hin und her – aber auch ein Hardliner wie Hardy Oelke hat seine Berechtigung und auch ein Binnewies darf mal seine Meinung und seine Vorstellungen von der DQHA kundtun. Ein bisschen mehr Transparenz über die Verwendung der Mitgliedsbeiträge wäre nicht das Schlechteste. Etwas mehr Kritikfähigkeit tut auf jeden Fall in Aschaffenburg mal Not, man kann sich nicht aller unbequemen Mitgliedern entledigen.

Für ihre 105 Euro Eintrittsgeld bekommen die Besucher diesmal wirklich etwas geboten.