Pony of the Americas - die kleinen Pferde mit dem will to please!

Wahrscheinlich hat es noch keiner gewagt, eine Pferderasse mit einem
Australian Shepherd zu vergleichen, die einen sind schließlich Flucht -
und die anderen Raubtiere, also wohl grundverschieden. Und doch gibt es
Parallelen, wenn man beide Rassen gut kennt. Da ist diese freundliche
Zurückhaltung bei fremden Menschen zum einen und der große Lerneifer mit
schneller Auffassungsgabe zum anderen. Ein Zuchterfolg, den wir durch
jahrzehnte langes Aussieben von geeignetem Pferdematerial für die Zucht
dieser wunderbaren Pferderasse, den Amerikanern verdanken .
Da das POA vor über 50 Jahren hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen
zugeschrieben war, wurde sehr sorgfältig nach guten Charaktern,
Lernwilligkeit und einem guten Körperbau ausgesucht. Das Ergebnis ist
heute ein kleines Pferd, mit bequemen Gängen, guten Reiteigenschaften
mit einem Körperbau, der an ein kleines Quarter Horse erinnert, mit
hübschen Farben und einem goldenen Charakter.
Nun erobert es Europa

Bei der Zucht
wird nicht nur auf Farbe, sondern vor allem auf Gesundheit, Charakter der
Elterntiere, sowie einen guten Körperbau geachtet.
Auch in Deutschland hat das POA schon viele Freunde gefunden, auf Grund
des netten Charakters hat es hier einen Platz als ideales Familienpferd
erobert. So geht es der Talente wegen am Wochenende auf das eine oder
andere Turnier, trägt geduldig jüngere Geschwister durch den Wald und
ist für jung und alt eine echte Bereicherung. Schon wegen seiner schönen
Farben ist ein POA ein wahrer Kinder-Magnet und ist überall heiß
begehrt. Und wie auch bei den großen Westernpferderassen, ist ein Pony
of the Americas sehr vielseitig einsetzbar, von Pleasure über Trail,
Reining, Langstrecken-Ritte, Therapeutisches Reiten und vieles weitere
mehr. Bei der Auswahl eines POAs sollte man sich deshalb vom Züchter gut
beraten lassen, wenn man ein Pferdchen für eine besondere Disziplin
sucht, denn auch hier wird schon (wieder wie beim Aussie) nach
verschiedenen Schwerpunkten gezüchtet.

Die Pony of the Americas sind in den gleichen schönen Farbmustern
anzutreffen, die auch beim Appaloosa vorkommen.
In Amerika wurden die POAs anfangs noch klein gezüchtet, so um die
1,20-1,30
m, verschiedene Ponyrassen wurden hierfür eingekreuzt und auch so
manches Lehrgeld wurde sicher bezahlt. Mit der Zeit wurden jedoch die
Ansprüche größer, turniertauglich sollte es sein, es sollte traben wie
ein Pferd, nicht zackeln wie ein kleines Pony, und auch die Kinder in
Amerika werden schnell groß und konnten ihr geliebtes Pony nicht mehr
reiten. So wuchs das Maß im Laufe der Zeit, Zoll für Zoll, und hat heute
fast das deutsche Ponymaß erreicht. Ein weiterer Vorteil für
POA-Liebhaber, denn somit können auch leichte Erwachsene (oder schwere
Jugendliche) diese Pferde geniesen, und es muß nicht abgegeben werden,
nur weil die Kinder zu groß geworden sind. Durch diese Entwicklung sind
die POAs in verschiedenen Größen zu finden und so ist auch für jeden
Geschmack etwas dabei.

Santee Rustler Bill: Stammvater der deutschen POA Zucht, top Vererber
und durch seine Nachzucht seit 2008 Proven Producer, seine
Fellbezeichnung nennt man black few spot, das heißt er ist homozygot,
also ein Farbvererber auch bei einfarbigen Stuten.
Und wo bekomme ich ein POA? Kaufinteressenten sollten auf jeden Fall
wachsam sein und sich die Papiere zeigen lassen. Findinge Pferdehändler
bieten immer wieder falsche POAs an um viel Geld dafür zu verlangen.
Aber - nicht jedes Pony mit Punkten auf der Kruppe ist ein echtes Pony
of the Americas! Bei einem seriösen Züchter wird man gut beraten sein,
dieser kennt die Elterntiere besonders gut und kann auch über die
Nachzucht und dessen Qualität einiges aussagen. Schwieriger wird es,
wenn man ein gerittenes POA sucht. Die Pferde, die einmal in privater
Hand sind, werden selten wieder abgegeben, vom Züchter kann man sehr
gute Nachzucht erwerben und das Pferdchen dann für sich ausbilden (was übrigens bei diesen Pferden ein wahres Vergnügen ist). Wenn man nicht
warten möchte, kann man importieren und wird sicher auch hier vom
Deutschen POA Verein Unterstützung finden. Jedoch ist es ratsam, die
Pferde sich dort vor Ort anzuschauen und probezureiten! Etwa 120 POAs
gibt es momentan in Deutschland, hier gibt es auch keine
Massenproduktion, sondern Züchter, die die erreichte Qualität nicht
verlieren, sondern stetig verbessern möchten und so kann man wirklich
stolz sein auf ein POA - made in Germany.

Mehr Infos zu diesen Pferden unter www.poac-germany.de
Infos u. Fotos: Bienwald/Siedow