07-06-2009

Pony of the Americas - die kleinen Pferde mit dem will to please!

 

Wahrscheinlich hat es noch keiner gewagt, eine Pferderasse mit einem Australian Shepherd zu vergleichen, die einen sind schließlich Flucht - und die anderen Raubtiere, also wohl grundverschieden. Und doch gibt es Parallelen, wenn man beide Rassen gut kennt. Da ist diese freundliche Zurückhaltung bei fremden Menschen zum einen und der große Lerneifer mit schneller Auffassungsgabe zum anderen. Ein Zuchterfolg, den wir durch jahrzehnte langes Aussieben von geeignetem Pferdematerial für die Zucht dieser wunderbaren Pferderasse, den Amerikanern verdanken .

Da das POA vor über 50 Jahren hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen zugeschrieben war, wurde sehr sorgfältig nach guten Charaktern, Lernwilligkeit und einem guten Körperbau ausgesucht. Das Ergebnis ist heute ein kleines Pferd, mit bequemen Gängen, guten Reiteigenschaften mit einem Körperbau, der an ein kleines Quarter Horse erinnert, mit hübschen Farben und einem goldenen Charakter.

Nun erobert es Europa

 

Bei der Zucht wird nicht nur auf Farbe, sondern vor allem auf Gesundheit, Charakter der Elterntiere, sowie einen guten Körperbau geachtet.

 

Auch in Deutschland hat das POA schon viele Freunde gefunden, auf Grund des netten Charakters hat es hier einen Platz als ideales Familienpferd erobert. So geht es der Talente wegen am Wochenende auf das eine oder andere Turnier, trägt geduldig jüngere Geschwister durch den Wald und ist für jung und alt eine echte Bereicherung. Schon wegen seiner schönen Farben ist ein POA ein wahrer Kinder-Magnet und ist überall heiß begehrt. Und wie auch bei den großen Westernpferderassen, ist ein Pony of the Americas sehr vielseitig einsetzbar, von Pleasure über Trail, Reining, Langstrecken-Ritte, Therapeutisches Reiten und vieles weitere mehr. Bei der Auswahl eines POAs sollte man sich deshalb vom Züchter gut beraten lassen, wenn man ein Pferdchen für eine besondere Disziplin sucht, denn auch hier wird schon (wieder wie beim Aussie) nach verschiedenen Schwerpunkten gezüchtet.

 

Die Pony of the Americas sind in den gleichen schönen Farbmustern anzutreffen, die auch beim Appaloosa vorkommen.


In Amerika wurden die POAs anfangs noch klein gezüchtet, so um die 1,20-1,30 m, verschiedene Ponyrassen wurden hierfür eingekreuzt und auch so manches Lehrgeld wurde sicher bezahlt. Mit der Zeit wurden jedoch die Ansprüche größer, turniertauglich sollte es sein, es sollte traben wie ein Pferd, nicht zackeln wie ein kleines Pony, und auch die Kinder in Amerika werden schnell groß und konnten ihr geliebtes Pony nicht mehr reiten. So wuchs das Maß im Laufe der Zeit, Zoll für Zoll, und hat heute fast das deutsche Ponymaß erreicht. Ein weiterer Vorteil für POA-Liebhaber, denn somit können auch leichte Erwachsene (oder schwere Jugendliche) diese Pferde geniesen, und es muß nicht abgegeben werden, nur weil die Kinder zu groß geworden sind. Durch diese Entwicklung sind die POAs in verschiedenen Größen zu finden und so ist auch für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Santee Rustler Bill: Stammvater der deutschen POA Zucht, top Vererber und durch seine Nachzucht seit 2008 Proven Producer, seine Fellbezeichnung nennt man black few spot, das heißt er ist homozygot, also ein Farbvererber auch bei einfarbigen Stuten.

 

Und wo bekomme ich ein POA? Kaufinteressenten sollten auf jeden Fall wachsam sein und sich die Papiere zeigen lassen. Findinge Pferdehändler bieten immer wieder falsche POAs an um viel Geld dafür zu verlangen. Aber - nicht jedes Pony mit Punkten auf der Kruppe ist ein echtes Pony of the Americas! Bei einem seriösen Züchter wird man gut beraten sein, dieser kennt die Elterntiere besonders gut und kann auch über die Nachzucht und dessen Qualität einiges aussagen. Schwieriger wird es, wenn man ein gerittenes POA sucht. Die Pferde, die einmal in privater Hand sind, werden selten wieder abgegeben, vom Züchter kann man sehr gute Nachzucht erwerben und das Pferdchen dann für sich ausbilden (was übrigens bei diesen Pferden ein wahres Vergnügen ist). Wenn man nicht warten möchte, kann man importieren und wird sicher auch hier vom Deutschen POA Verein Unterstützung finden. Jedoch ist es ratsam, die Pferde sich dort vor Ort anzuschauen und probezureiten! Etwa 120 POAs gibt es momentan in Deutschland, hier gibt es auch keine Massenproduktion, sondern Züchter, die die erreichte Qualität nicht verlieren, sondern stetig verbessern möchten und so kann man wirklich stolz sein auf ein POA - made in Germany.

 


Mehr Infos zu diesen Pferden unter www.poac-germany.de

 

Infos u. Fotos: Bienwald/Siedow