07-06-2009

23-09-2009

Startschuss ist gefallen - Die German Open 2009 ist eröffnet

Bianca Assmus mit Feel My Impulse

 

340 Reiter-Pferd-Kombinationen treten auf dem Burghof in Riedstadt an / Neuer Jugend-Rekord

Die German Open 2009 ist eröffnet. 340 Reiter-Pferd-Kombinationen treten auf dem Burghof in Riedstadt zur 18. Deutschen Meisterschaft der EWU an. Bürgermeister Gerald Kummer lädt ein, „sich von der schönen Sportart begeistern zu lassen“. Und die Bedingungen dafür sind bestens.

Mit 94 Jugendlichen feierte die German Open sogar schon vor dem ersten Start ihren ersten Rekord: Nie zuvor stellten sich so viele Nachwuchs-Cracks bei einer Deutschen Meisterschaft dem Richterurteil. Neben den prestigeträchtigen Titeln geht es auch um viel Preisgeld; in den 26 sportlichen Entscheidungen werden rund 34.000 Euro Preisgeld sowie zahlreiche Sachpreise ausgeschüttet.

 

Wertungssystem leicht geändert

Bei der German Open ist es üblich, dass alle Platzierungen – also auch in Disziplinen mit Scores – über Platzierungspunkte ermittelt werden, also der Erste bei 20 Startern 20 Punkte, der Zweite dann 19 Punkte usw. erhält. Während bisher in allen Prüfungen maximal 15 Platzierungspunkte vergeben wurden, wurden nun so viele Platzierungspunkte vergeben, wie es jeweils Starter gab; also etwa bei 37 Startern auch 37 Punkte für den Ersten. Der Vorteil dieser Maßnahme: Die Teilnehmer auch auf den hinteren Rängen erhielten Transparenz über ihre Wertung und Platzierung.

 

 

 

Jeweils drei Richter werten die Endläufe

Für die Wertungen sorgen bei der German Open die vier Richter Susanne Haug, Sonja Merkle, Christina Bröhl und Jörg Bös. Ihnen stehen als Ringsteward zur Seite: Renate Leimbach, Sabrina Leithäusl, Carmen Voigtland, Karen Mebus und Evi Bös. Die Vorläufe der German Open werden stets von zwei, die Finals von jeweils drei Richtern gewertet.

Die Richter sind Teil des über 30-köpfigen Helferteams, das für den reibunsglosen Ablauf bei der German Open sorgt. Ein dickes Danke gilt:

Mike Stöhr (Sportliche Leitung)
Peter Raabe (Sportliche Leitung)
Roswitha Stöhr (Organisation)
Lutz Reufels (Ansage)
Tom Dols (Ansage)
Miriam Abel (Meldestelle)
Eva Gebhard (Meldestelle)
DRK Riedstadt (Sanitätsdienst)
Tierarztpraxis Dr. Bey
Oliver Lamp (Schmied)
Tanja Bergs (Nachtwache)
Eberhard Brandt (Nachtwache)
Michael Mildau (Parcoursdienst)
Andreas Behr (Parcoursdienst)
Frank Brüggemann (Parcoursdienst)
Jürgen Guldner (Doorman)
Ralf Kaas (Doorman)
Oliver Lamp (Doorman)
Anne Wirwahn (Presse)
Steffi Brückner (Presse)
Andrea Brückner (Presse)
Jörg Brückner (Presse)
RHV Roland Hahn (Video)
Dirk Büttner (Showfotograf)

Junior Trail eröffnet die Meisterschaft

Glanzvolle Premiere für Bianca Aßmus

Reiter aus dem Landesverband Baden-Württemberg dominierten zum Auftakt der German Open beim Vorlauf des Junior Trail. Gleich vier der nach Tie 12 für das Finale platzierten Teilnehmer stammen aus dem Südwesten, dabei ging auch der Sieg im Go an diesen Landesverband. Dafür sorgte Bianca Aßmus. Bei ihrer Premiere bei einer German Open feierte die Profi-Trainerin aus Öhringen (bei Heilbronn) einen Einstand nach Maß: Auf Feel Me Impulse ging sie als letzte der 37 Teilnehmer an den Start, legte aber den besten Ritt des Vorlaufs hin und gewann bei 73 Platzierungspunkten diese Qualifikation. Allerdings denkbar knapp, denn gleich zwei Reiter qualifizierten sich mit nur einem Punkt weniger. Den zweiten Rang teilten sich bei jeweils 72 Platzierungspunkten der Pfälzer Oliver Wehnes auf BMA Easy Bar Starlight sowie der Baden-Württember Sascha Ludwig auf SL Titanialena.

 

Zwei Medaillengewinner des Vorjahres wieder im Finale

Zwei Medaillengewinner dieser Disziplin aus dem Vorjahr schafften es 2009 erneut und mit dem selben Pferd ins Finale: Als Vierte qualifizierte sich die Deutsche Vizemeisterin des Jahres 2008, die Berlin-Brandenburgerin Marion Rother auf Rosis Buddy (67 Platzierungspunkte). Birgit Wurzel aus Hamburg/Schleswig-Holstein kam als Bronze-Gewinnerin des Vorjahres nun im Vorlauf auf den 9. Platz (56).

Mit 65 Platzierungspunkten qualifizierte sich die Bayerin Johanna Deppisch auf No Moreno Major (65) vor der Baden-Württembergerin Bettina Neubauer auf Bay like chocolate (64). Drei Reiter des Landesverbandes Rheinland kamen eine Runde weiter: Als Siebte Linda Leckebusch auf Bills Reining Express, sowie Birgit Bayer auf BB Sailin Whiz und Kristina Müller auf ihrem Nachwuchspferd Aquilino. Die beiden Letztgenannten kamen wie Birgit Wurzel auf 56 Platzierungspunkte. Diese Marke schaffte zudem die aufgeregt auf das Ergebnis wartende Heike Trautwein auf Nonchalant, so dass schließlich vier Reiter gleichauf Neunte wurden und es so 12 Reiter ins Finale schafften. Mit 60 Punkten hatte sich außerdem die Baden-Württembergerin Martina Bürkle auf Clues Rocky Top als Siebte für das Finale im Junior Trail qualifiziert.

Bei 37 Startern war es auch nicht verwunderlich, dass viele namhafte Reiter es nicht ins Finale schafften. Am engsten vorbei schlitterten Viola Ehrenheim auf Silvano (51) und Sonja Zörgiebel auf Fiftie Olena (49).

 

Von wegen leichter Parcours – nur selten Scores von 70

Der Parcours des Junior Trail sah eigentlich von der Zeichnung – wie alle Trails dieser German Open als Schriftzug GO 2009 gelegt – her leicht aus. Als der zügige Trail aber in einer durchschnittlichen Zeit von 2,5 Minuten je Teilnehmer geritten war, hatten sich die Tücken des Parcours herausgestellt. Das waren eben die Zügigkeit, die mehr Trabstangen als üblich und auch das Anreiten der Brücke. Das führte dazu, dass die Scores nus ganz selten die 70er Marke überschritten: Nur zehn Mal gab es bei den zwei Richtern Susanne Haug und Jörg Bös einen Score von 70 oder mehr. Auch nach Score-Wertung hätte Bianca Aßmus mit einer 72 und einer 70 den Go gewonnen gehabt.

A Horsemanship

Fritzi unter Anna Kiersch im Go vor der Titelverteidigerin

Das verspricht eine ganz enge Kiste im Finale zu werden. Denn das Spitzenfeld der 41 Starter im Go der Horsemanship lag nach Absolvierung der von Susanne Haug ungewöhnlich entworfenen Pattern sehr eng beieinander. Von Platz eins bis sieben gab es im Vorlauf gerade mal einen Unterschied von fünf Platzierungspunkten. Außerdem schafften es gleich vier Vorjahresfinalisten und darunter auch die Titelverteidigerin erneut ins Finale.

 

Anna Kiersch mit Fritzi

 

 

Vier Reiter auf dem zweiten Platz

Die beste Leistung im Go zeigte das Nordlicht Anna Kiersch auf Fritzi. Dieses Paar sammelte bei den Richtern Susanne Haug und Jörg Bös 71 Platzierungspunkte. Gleich vier Teilnehmer kamen punktgleich als Zweite durch das Ziel. Das war zum einen die Titelverteidigerin Sigrune Brehm auf Heza Miracle Magic mit 69 Punkten, Diese Marke erreichten auch die Vorjahresdritte Sita Stepper auf Doc Smokey Dry sowie die Vorjahresvierte Mariana Koser auf Peppa Bar Delmaso, beide aus Baden-Württemberg. Auch 69 Zähler schaffte die Rheinländerin Katharina Lichtenhagen, die auf Amigo bei Richter Jörg Bös die höchste Note und mit 8,0 eine Benotung erhielt, die Jörg Bös in einem ganzen Kalenderjahr vielleicht gerade mal fünf- bis sechsmal vergibt. Der Richter kommentierte: „Mir hat bei dieser Vorstellung besonders die identische Dynamik von Pferd und Reiter sehr gefallen.“

Sandra Diedrichsen auf Spirit Of Power qualifizierte sich als Sechste für das Finale (67 Platzierungspunkte), gefolgt von der Vorjahresachten Claudia Thomys auf Dragon (66). Elsa Gonzalez y auf Dusty war mit 62 Punkten zu Stelle, den neunten Rang teilten sich drei Reiter, so dass es hier im Finale zu einem Wiedersehen mit elf Starten kommen wird. Neunte des Vorlaufs wurden Sina Kaletka auf Cream Dixi Bar, Barbara Regine Metzger auf Common One sowie die Westfalin Sarah Schulte auf Shaniqua Bint Sahaab (alle 61).

Die Vorjahreszehnte Linda Leckebusch hatte mit 60 Punkten das Pech, den ersten Platz „unterm Strich“ zu belegen und so denkbar knapp das Finale zu verpassen. Nicht weniger eng scheiterte die trotzdem sehr zufriedene „Dame der EWU-Pressestelle“, Anne Wirwahn. Mit ihrem Percy kam die Rheinländerin bei ihrem Debut auf einer German Open auf 58 Platzierungspunkte und damit auf den 13. Platz. Moralische Unterstützung erhielt sie reichlich, unter anderem zeigten ihre Fans auf der Tribüne ein motivierendes Schild „Go Anne Go“.

 

Rebecca Schwarzburger / My Skippa Dandy Dawn

 

A Senior Pleasure

Eindeutiges Votum für Rebecca Schwarzburger

In der Senior Pleasure wird es auf jeden Fall einen neuen Deutschen Meister geben, das stand nach dem Vorlauf mit drei Go`s plus „kleinem Finale“ fest. Und es steht auch fest, wer sich für den Titel in diesem Jahr besonders empfiehlt: Denn der Vorlauf-Sieg von Rebecca Schwarzburger auf My Skippa Dandy Dawn war eindeutig. Bei beiden Richtern sammelte diese Duo aus westfalen die Maximalausbeute von 37 Platzierungspunkten, zusammen 74.

Jeweils mit 68 Platzierungspunkten und damit als Zweite des Vorlaufs qualifizierten sich Angela Mariane Koser auf Peppa Bar Delmaso sowie die Berlin-Brandenburgerin Marieke Stegemann auf Im Classy Stuff. Als Vierter qualifizierte sich als einziger Mann Martin Otremba. Er kam mit Smooth Relic auf 65 Platzierungspunkte. Das war ein Zähler mehr als die Vorjahressechste Sita Stepper auf Doc Smokey Dry erhielt (64). Der sechste Rang im Go ging an Christine Bürig auf Regina De Nemaninga (62), gefolgt von Leonie Bröhl auf Solano D`Ajoline (60).

Die Hessin Maja Franke schaffte auf GMG Blueeyed Sally als Achte den Sprung ins Finale, bei 59 Platzierungspunkten gleichauf mit der Vorjahreszweiten Viktoria Zehetmeier auf Royal Rietta. Mit 58 Platzierungspunkten sicherte sich Kristina Müller auf Mr Sunny Royal Jack – der Appaloosa war vor zwei Jahren unter Linda Leckebusch Deutscher Meister im Trail geworden – den letzten Qualifikationsplatz (58). Knapp das Finale verpassten die Thüringerin Katharina Haupt (56), Julia Schmidberger (55) und die Horsemanship-Vorlaufssiegerin Anna Kiersch (55) den Einzug ins Finale.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Anne Wirwahn, EWU, Fotos: Art & Light