07-06-2009

28-09-2009

18. German Open in Riedstadt - Super Sport mit Sonne, Spaß und Spannung

360 Reiter-Pferd-Kombinationen traten auf dem Burghof in Riedstadt an / Neuer Teilnehmer-Rekord bei den Jugendlichen / Dramatische Entscheidungen in den Mannschafts-Meisterschaften / Vierfaches Gold für Sita Stepper / Philipp Martin Haug seit zehn Jahren ununterbrochen Cowhorse-Meister / Neuer Modus der Jungpferdeprüfungen bewährt sich / 34.000 Euro Preisgeld

360 Reiter-Pferd-Kombinationen traten auf dem Burghof in Riedstadt zur 18. Deutschen Meisterschaft der EWU an. Bürgermeister Gerald Kummer hatte eingeladen, „sich von der schönen Sportart begeistern zu lassen“. Und das klappte. Die Bedingungen waren bestens und auch das Wetter spielte hervorragend mit. Viel Sonne und viel gute Laune bestimmten die Atmosphäre in Riedstadt. 

Burghof bot beste Voraussetzungen

„Ich danke der Familie Brodhecker sehr für ihr großes Engagement. Wir haben uns auf dem Burghof sehr wohl gefühlt und klasse Sport gesehen“, bilanzierte EWU-Präsident Heinz Montag. „Ich habe nur Gutes gehört, die Stimmung war einfach toll, wir hatten viele Besucher und alle freuten sich über die volkstümlichen Preise bei der Verpflegung von Mensch und Pferd. Heu kostete etwa nur drei Euro, ein leckeres Mittagessen drei bis sechs Euro. Auch die Party am Freitagabend war bestens besucht und zeigte, dass die Familie der EWU auch hervorragend zu feiern versteht.“

German Open 2010 wieder zum gleichen Zeitpunkt (21.-26. September)

Montag weiter: „Wir werden uns nun zusammensetzen und dann über den Veranstaltungsort der nächsten German Open entscheiden. Stand heute stehen die Zeichen für eine weitere Zukunft in Riedstadt. Wir müssen uns aber bewusst sein, dass diese tolle Reitanlage uns bei anhaltenden Regen durch die überwiegend vorhandenen Wiesen rund um die Showarena auch vor Probleme stellen kann“, so Montag. „Auch die Cutter am Wochenende vor unserer German Open haben sich nur in höchsten Tönen für den Burghof ausgesprochen.“
Festgelegt wurde bereits der Zeitpunkt der German Open im nächsten Jahr. Sie wird wieder in der letzten September-Woche ausgetragen.Und zwar vom 21.-26. September 2010.
Viel Lob verdiente sich die Familie Brodhecker. Die Anlagenbesitzer versuchten, es an allen Ecken und Kanten den Teilnehmern und Besuchern so angenehm wie möglich zu machen. Das ging bis hin zum körperlichen Wohl, denn auch die Verpflegung hatte die Familie Brodhecker übernommen. Jeden Tag standen andere und sehr leckere Gerichte zu volkstümlichen Preisen zur Auswahl. Auch in diesem Sinne war die German Open 2009 eine echte Veranstaltung für die ganze Familie.
Für den Burghof mit seiner erst zwei Jahre alten großen Haupthalle war es die bisher größte Veranstaltung. „300 Pferde in Stallzelten, das hatten wir noch nie“, erklärte Volker Brodhecker, selbst versierter Dressurreiter. „Die ganze Familie ist hier bei der German Open eingespannt – die Eltern, meine Frau, die Schwägerin als gelernte Köchin und viele weitere. Wir alle sind sehr angenehm überrascht über das Verhalten der Westernreiter auf unserer Anlage. Da hatten wir durchaus Bedenken gehabt. Auch unsere Einstaller sind sehr interessiert und ständig auf den Tribünen.“


Zeitplan stets im Griff

Großes Lob ernteten auch die Sportlichen Leiter Mike Stöhr und Peter Raabe. Sie schufen einen ebenso für die Cutter wie für die Teilnehmer der German Open sehr guten Boden. Auch lief das sportliche Programm organisatorisch und zeitlich absolut rund. Alles in allem Grund genug auch für die Teilnehmer und Besucher, sich lobend über die German Open 2009 zu äußern.

Die Baden-Württembergerin Sita Stepper etwa meinte „Die Menschen hier waren alle super freundlich – und auch die Anlage war sehr menschen- und pferdefreundlich. Schön war es auch mit den zwei Hallen. Den Pferden ging es ganz toll hier, ich war sehr gerne hier.“ Die Konkurrenz sei hart gewesen. „Die Starterfelder waren hier richtig groß. Und sie waren nicht nur groß, sondern auch qualitativ sehr stark. Umso mehr Spaß machte es hier.“ Klasse fand sie auch die deutschlandweit gesehene zentrale Lage der Anlage.

Positives Feedback gab es auch für das strenge Auge der Abreiteaufsicht. Sita Stepper meinte: „Die Abreiteaufsicht ist sehr aufmerksam, spricht früh die Reiter an und ist auch mit einer Kamera unterwegs. Ich finde das klasse und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine. Schließlich steht das Pferd immer an erster Stelle.“


Dorfsheriff hängt Wegschilder ab

Einzig der „Dorfsheriff“ schien die EWU und die German Open nicht zu mögen. Geflissentlich hängte er die Wegbeschilderung in der Umgebung ab. Dass alle entsprechenden Genehmigungen vorlagen, schien den übereifrigen Beamten nicht wirklich zu interessieren. Der EWU blieb nur, bei den Besuchern um Verständnis zu bitten.


Wo sind die grünen Männchen?

„Sag mir doch mal, wo die grünen Männchen in der Halle sind“, fragte sich während der Veranstaltung die Rheinländerin Kristina Müller. Was sie damit meinte: Viele Pferde konnten völlig überraschend trotz der tollen Rahmenbedingungen in der Showarena ihr Potenzial nicht abrufen, scheuten oft und büßten so viele Punkte ein. Insgesamt fiel als Folge auf, dass die Scores oft unter dem sonst üblichen Niveau blieben. Richterin Susanne Haug sah die Ursache in der ungewöhnlich hellen Halle und besonders in den spiegelnden Fenstern besonders auf der „Richterseite“. Volker Brodhecker kennt diese Probleme: „Wir haben diese lange Seite bei Turnieren auch schon mal zugehangen.“

 

 

 

Neuer Jugend-Rekord

Mit 94 Jugendlichen feierte diese German Open sogar schon vor dem ersten Start ihren ersten Rekord: Nie zuvor stellten sich so viele Nachwuchs-Cracks bei einer Deutschen Meisterschaft dem Richterurteil. Neben den prestigeträchtigen Titeln ging es auch um viel Preisgeld; in den 26 sportlichen Entscheidungen wurden rund 34.000 Euro Preisgeld sowie zahlreiche Sachpreise ausgeschüttet.

 

Zwei Titel und einmal Silber für das 5-jährige Jungpferd Bills Reining Express

Aber auch andere Ursachen gab es. Linda Leckebusch etwa war traurig, dass ihr Paint „Cactus“ wie schon in Issum schlicht Angst vor der Halle hatte. So blieb die erfolgreichste Sportlerin der German Open 2007 in Riedstadt in den DM-Entscheidungen unter ihren Möglichkeiten. „Schade, wenn das ganz Jahr super läuft und dann so was auf der Hauptshow passiert“, so die jüngste A-Trainerin der EWU. Dafür war sie mit ihren anderen Pferden in den Jungpferdeprüfungen sehr erfolgreich unterwegs. Überragend ihr Erfolg bei den Jungpferdeprüfungen der Fünfjährigen: Bills Reining Express führte sie zu den zwei Titeln „Bestes fünfjähriges Jungpferd Trail und Reining 2009“ und zur Silbermedaille in der Basis. Mit Slow Movin Cocky gewann Linda Leckebusch zudem die Basis der Vierjährigen und platzierte sich auf dem fünften Rang im Jungpferde Trail.
Beide Pferde reitet sie seit knapp einem Jahr. Slow Movin Cocky, ein vierjähriger Quarter Horse-Wallach von Slow Movin Hotrodder aus der Cocky Misfortune wurde von Katrin Dreyer-Süchting gezüchtet und gehört nun Lindas Mutter Petra Roth-Leckebusch. „Unser Ritt in der Jungpferde Basis ist einfach super gelaufen. Das war unsere beste Leistung in diesem Jahr; besser als am Dienstag kann sich Berry nicht präsentieren“, erklärte Linda ihren Siegesritt in der Jungpferde Basis der Vierjährigen. „Das ist besonders toll, weil wir in diesem Jahr auf den Qualifikationsturnieren in der Regel auf dem zweiten Platz landeten.“
Gerade für ihren Berry nutzte Linda die Jungpferde-Klassen als schonende Heranführung an den Sport. „In den Junior-Klassen habe ich Berry bisher noch nicht geshowt, dafür war er dieses Jahr einfach noch zu grün“, so Linda. Diese Starts sind dann für das nächste Jahr angepeilt, wenn Linda ihr Nachwuchspferd weiter aufgebaut hat.
Der ‚Star’ aus dem Trainingsstall Leckebusch der diesjährigen German Open ist jedoch der fünfjährige Quarter Horse-Wallach Bills Reining Express. Von Oak Express aus der Cutters Cotton Candy wurde der Wallach von Uwe Gerbig gezüchtet und befindet sich heute im Besitz von Tanja Menn, die ihr Pferd auch selber reitet und Linda ihren Bill, wie er genannt wird, in Teilberitt für die Turniervorstellung gegeben hat – und das mit Erfolg, wie man sieht.
„Bill machte einfach nur einen super Job hier“, so Linda über ihre Ritte. „Und das, obwohl wir gerade erst dabei waren, ihn als ursprünglich Reining-ausgebildetes Pferd mit allerlei Problemen auf ein Allround-Pferd umzutrainieren. Unser Ziel ist die Superhorse-Prüfung.“ Bei der Ausbildung ist die Besitzerin Tanja Menn ist immer hautnah dabei. Sie reitet ihr Pferd parallel neben Lindas Beritt mit und kann so mit ihrem Wallach zusammen lernen.

 

 


Die erfolgreichsten Sportler dieser German Open
Linda Leckebusch gehörte mit ihren Erfolgen zu den erfolgreichsten Sportlern der German Open. In den DM-Einzelentscheidungen holte sie Bronze in der Superhorse, siegte in den Jungpferdeprüfungen dreimal, holte hier zudem einmal Silber und strich zusätzlich Mannschafts-Silber ein.

 

 


Vier Goldmedaillen für Sita Stepper

Die beste Bilanz in Riedstadt schaffte Sita Stepper. Sie freute sich inklusive dem Mannschaftssieg gleich über vierfaches Gold und einmal Silber. Natürlich wurde sie auch zum All-Around-Champion geehrt.

 

 


Oliver Wehnes achtmal auf dem Treppchen

Oliver Wehnes war zwar durch zahlreiche Tie-Entscheidungen dieser Show gegen ihn zum einen der große Pechvogel dieser German Open, auf der anderen Seite aber schaffte er während der Show acht Plätze auf dem Treppchen - es waren fünf zweite und zwei dritte Plätze. Und in der Junior Reining langte es dann auch endlich zu Gold.

 

 


Sensationell: Philipp Martin Haug seit 10 Jahren Sieger in der Working Cowhorse

Trail-As Angela Mariana Koser gewann dieses Mal in der Pleasure, mit der Mannschaft und strich auch den Sieg im Horse & Dog Trail ein. Außerdem holte sie einmal Bronze. Sascha Ludwig brillierte wie gewohnt besonders in den Jungpferdeprüfungen – er schaffte zwei Siege, einen zweiten und einen dritten Platz. Bettina Neubauer gewann einmal Einzel-Gold im Junior Trail und holte auch Mannschafts-Gold. Philipp Martin Haug gewann nicht nur die Senior Reining, sondern wie immer auch die Working Cowhorse. Er feierte hier sein zehnjähriges Jubiläum: Denn seit 1999 heißt der Deutsche Meister der EWU in der Working Cowhorse ununterbrochen Philipp Martin Haug. Eine sensationelle Leistung!

All-Around-Champion Katharina Damm

Katharina Damm holte bei den Jugendlichen jeweils einmal Gold, Silber und Bronze und wurde damit auch All-Around-Champion der Jugendlichen.


Live-Übertragung im Internet bricht alle bisherigen Rekorde - Verbrauch von über 1 Million Megabit

Die German Open stieß wieder auf ein riesiges Interesse und brach alle bisherigen Rekorde. Die Show wurde live übertragen im Internet auf der EWU-Homepage www.westernreiter.com und auf wittelsbuerger.de. Allein bei wittelsbuerger.de hatte die German Open schon an den ersten beiden Tagen knapp 930.000 Seitenaufrufe. Die übertragende RH Videoproduktion sagte: „Solche Zahlen gab es noch nie, bei keiner Show. Wahnsinn! Insgesamt haben wir hier über 1 Million Megabit verbraucht.“

Genau waren es allein an den ersten zwei Tagen bei wittelsbuerger über 900.000 Seitenaufrufe. Dieses enorme Interesse ging unverändert so weiter. Im vergangenen Jahr war bei der German Open aus technischen Gründen ein Live-Stream nicht möglich. Die aktuellen Zahlen bedeuteten deshalb gegenüber dem Jahr 2007 eine Steigerung um rund 20 Prozent.

Quarter Horses deutlich in der Überzahl

Ein buntes Bild bot sich auf der German Open den Betrachtern. Nicht nur die vielen tollen, farbenfrohen Outfits zogen die Augen der Zuschauer auf sich: Auch die Vielfalt der Rassen zog die Blicke auf sich. Von den über 300 Pferden in Riedstadt gehörten genau 226 der Rasse Quarter Horse an. 43 Paints waren in Riedstadt und 23 Appaloosas waren dabei. Viertstärkste Rasse waren die 19 Haflinger. 26 Pferde gehörten aber auch keiner Rasse an. 29 Pferde in Riedstadt waren 15 Jahre alt oder älter. Mit jeweils 24 Jahren waren Heike Trautweins Taro und Kid Of Geronymo von Daniela Marquardt die ältesten Vierbeiner in Riedstadt.

Bei den anwesenden Reitern machte dieses Mal der Landesverband Baden-Württemberg knapp das Rennen und löste damit das Rheinland als Spitzenreiter des Vorjahres ab. 61 „BaWü`s“ bewarben sich in Riedstadt um sportliche Ehren, aus dem Rheinland waren 56 Sportler vor Ort. 31 Reiter kamen aus Niedersachsen, je 30 aus Westfalen und Bayern, 27 aus Rheinland-Pfalz, 26 Hessen waren vor Ort und Berlin-Brandenburg hatte 22 Eisen im Feuer. Die anderen Landesverbände: Hamburg/Schleswig-Holstein 17, Bremen 16, Sachsen 13, Saarland 9, Thüringen 8.

 

 

Danke an die Sponsoren

Das Interesse an der German Open zeigte sich auch bei den Sponsoren. Die Banden im Burghof waren ausgebucht mit Transparenten. Die Dresdner Bank warb vor Ort um Neukunden, die als Startguthaben Bargeld und einen Warengutschein als Benefit erhielten. Zudem bekam die EWU für jeden Neukunden von der Dresdner Bank einen Aufschlag auf das Preisgeld der German Open.

Ein Sattel von WIPPI`s Sattelkammer winkte dem Sieger der Senior Reining. Day`s Cowboy Headquarters unterstützte mit wertvollen Buckles für die Sieger der Jungpferdeprüfungen. Die weiteren Sponsoren: Stars & Stripes, Slide & Ride, Way Out West, Back on Track, Kräuterwiese Wichert, Walk & Fame, Blumenfachgeschäft Rosenrot, World of Western, Masterhorse, Horseware Products, Olewo, Schweizer-Effax. Allen ein herzliches Dankeschön!

Dramatische Mannschaftsentscheidungen

1993 gab es die erste Mannschaftsmeisterschaft, damals in Severloh. Mittlerweile ist dieser Wettbewerb ein Herzstück der German Open, auf das ein ganzes Jahr hingefiebert wird. Der Wettkampf verspricht stets ein besonderes Flair, ein lautstarkes Publikum und viel Spannung. Die Dramatik der Mannschaftswettkämpfe in diesem Jahr aber hatten sogar einen nochmals gesteigerten Spannungsbogen.

Bei den Jugendlichen fiel die klar führende Mannschaft in der letzten Disziplin drastisch zurück – und plötzlich gingen vier Mannschaften fast punktgleich in die Entscheidung. Hier war es dann Niedersachsen, das mit 41 Punkten den Titel verteidigen konnte. Neuer Jugend-Mannschafts-Vizemeister wurde Berlin-Brandenburg mit 40 Punkten. Bronze holte das Rheinland mit 37 Punkten.

Bei den Senioren gab es eine Premiere: Erstmals wurde Gold und Silber erst über die Joker-Disziplin entschieden. Baden-Württemberg und Rheinland gingen einsam ihre Wege, setzten sich klar von der Konkurrenz ab – um dann nach fünf Disziplinen mit 52 Punkten von 60 möglichen Zählern und bei 16 Punkten Vorsprung gleichauf zu führen. Das Einzel-Resultat der Western Riding wurde als Joker gezogen. Hier entschied die Glücksfee für Baden-Württemberg. Es war das dritte Mannschafts-Gold für den Südwesten. Rekordsieger und Titelverteidiger Rheinland bekam Silber. Auch hinter der Vergabe der Bronze-Medaille steckte viel Dramaturgie. Berlin-Brandenburg als Siebter vor der letzten Prüfung dann noch 11 Punkte und 4 Plätze auf und wurde Dritter.

Sascha Ludwig wieder mit jungen Pferden sehr erfolgreich

Sascha Ludwig hatte einmal mehr große Auftritte besonders bei den Jungpferdeprüfungen. Er zeigt seit Jahren ein ganz besonderes Händchen mit dem vierbeinigen Nachwuchs. Seine Vorstellungen, die er mit den Jungpferden abliefert, sind durchweg geprägt von einer beeindruckenden Ruhe, Gelassenheit und Souveränitat, die nicht zuletzt auch absolutes Vertrauen in den Reiter widerspiegeln. Auf der German Open 2009 in Riedstadt war Sascha Ludwig mit den zwei Pferden SL Bronzolena und SL Titanialena sehr erfolgreich unterwegs.

SL Bronzolena präsentierte er zum „Besten vierjährigen Jungpferd Trail 2009“, dazu kamen der dritte Platz in der Reining und der vierte Platz in der Basis. Dabei war der dritte Platz in der Jungpferde Reining schon fast eher überraschend. Denn SL Bronzolena war bei den Vierjährigen in dieser Disziplin bis zur German Open noch ungeschlagen, die Richter zückten für dieses Pferd auf den Qualifikationsturnieren schon Wertnoten von über 8! Sascha Ludwig meinte: Es waren die erwartet engen Entscheidungen in den Jungpferde-Reining-Prüfungen. Es waren einige sehr, sehr gute Pferde hier am Start, die alle Potenzial haben. Insbesondere bei den vierjährigen Jungpferden war es sehr eng.“

SL Titanialena errang unter Sascha Ludwig neben dem Titel „Bestes fünfjähriges Jungpferd Basis 2009“ die Silbermedaille im Jungpferde Trail und wurde Vierter der Reining.
Der vierjährige Quarter-Hengst SL Bronzolena und die die fünfjährige Quarter-Stute SL Titanialena sind Vollgeschwister. Von Olena San Badger aus der TL Smart Gena stammen beide aus der hauseigenen Zucht von Saschas Frau Silke Ludwig. Silke Ludwig hatte TL Smart Gena selbst geshowt, bevor sie in die Zucht ging. „TL Smart Gena ist eine unserer besten Zuchtstuten“, erzählt Sascha. „Sieben Fohlen in Folge hat sie uns bisher gebracht; gerade ist sie wieder tragend von Coeur D Wright Stuff. Und falls sie irgendwann nicht aufnehmen sollte, will meine Frau sie wieder reiten“, schmunzelt er.
Sascha kennt die beiden erfolgreichen Jungpferde dieser German Open daher von klein auf, hat sie selber eingeritten und bis hierhin ausgebildet. Dabei ist sein Credo, wenn es um die Ausbildung junger Pferde geht: „Gib jedem Pferd die Zeit und Ruhe, die es braucht, um seine Qualitäten voll entfalten zu können“, so Sascha. „Das ist für mich ein ganz wichtig und elementar.“ Auch mit seinen Pferden der diesjährigen German Open hat er diesen Grundsatz gelten lassen: „SL Titanialena haben wir zum Beispiel erst spät angeritten – sie war einfach körperlich noch nicht soweit. Wenn dieses Pferd als Zweijährige für die Reining-Futurity trainiert worden wäre, würde sie heute wahrscheinlich nicht mehr im Turniersport laufen.“
Neben der guten und fundierten Grundausbildung spielt natürlich auch das Pferdematerial selber eine große Rolle bei den Jungpferdeprüfungen. Der Wille zu gefallen, weiche Bewegungen und ein überdurchschnittliches Gebäude sind Saschas „Top Three“, nach denen er bei jungen Pferden schaut. „Bei der Auswahl eines guten und geeigneten Jungpferdes ist meiner Meinung nach Erfahrung in der Pferdebeurteilung das A und O. Wenn man keine Erfahrung hat und trotzdem ein gutes Pferd erwischt, ist das in der Regel ein echter Glückstreffer. Ich würde daher jedem, der noch nicht viel Erfahrung in der Beurteilung gerade von jungen Pferden hat, den Rat geben, sich Beratung zu holen.“ Sascha beschäftigt sich selbst intensiv mit der Beurteilung von Pferden und dem Studieren von Pedigrees – welche Linie welche Vor- und Nachteile vererbt. Durch die eigene Zucht und jahrelange Beschäftigung mit der Materie hat er mittlerweile ein geschultes Auge.
„Besonders schwierig ist die Beurteilung von jungen Pferden bzw. Fohlen. Wenn man ein Pferd bereits probereiten kann, sind die individuellen Voraussetzungen immer leichter zu beurteilen. Es ist außerdem eindeutig von Vorteil, wenn man Vater und Mutter kennt, oder es unter Umständen bereits ältere Vollgeschwister gibt.“
Einen Wehmutstropfen hatte Sascha Ludwig bei der German Open: „Ich persönlich bedauere es sehr, dass mit der Teilung der Jungpferdeprüfungen in Vierjährige und Fünfjährige der Titel „Bestes Jungpferd des Jahres“ als Allround-Wertung weggefallen ist. Ein vielseitiges Jungpferd, dass für viele Sparten der Westernreiterei geeignet ist, entspricht eigentlich meinem Zuchtziel und zeichnet Westernpferde schließlich auch aus. Schade, dass der Anreiz dieses Titels nun weggefallen ist.“

 


Teilung der Junpferde-Prüfungen in Klassen für Vier- und Fünfjährige bewährt sich

Die Teilung der Jungpferde-Prüfungen in Klassen für Vier- und Fünfjährige, die Anfang dieses Jahres eingeführt worden war, hat sich nach Meinung von Reitern und Richtern bewährt. „Die Aufteilung in vier- und fünfjährige Pferde finde ich richtig, weil sich diese beiden Altersklassen doch noch sehr unterscheiden, sowohl in der Ausbildung als auch vom Gebäude“, so Oliver Wehnes, der die Teilung befürwortet. Unterstützung bekam er von Philipp Martin Haug und Linda Leckebusch, die ähnlich urteilten: „Die Aufsplittung befürworte ich absolut“, so Philipp Martin Haug. „So ist nun eine Chancengleichheit gegeben, die früher eben nicht da war.“ „Die Pferde können nun viel gerechter beurteilt werden“, fügte Linda Leckebusch zustimmend hinzu.
Auffallend waren auf der German Open die Unterschiede in der Bewertung der verschiedenen Altersklassen – überraschenderweise erreichten die vierjährigen Jungpferde oft bessere Noten als ihre fünfjährigen ‚Kollegen’. „Meiner Meinung nach liegt das auch daran, dass die Trainer ihre Pferde nun viel gezielter ausbilden können“, analysiert Philipp Martin Haug. „Die Leute scheinen sich Gedanken zu machen, wie sie ihre vierjährigen Pferde – die ja nun noch nicht in den zusammengelegten Klassen der Jungpferdeprüfungen vom letzten Jahr gestartet sind – trainieren und vorstellen. Das ist natürlich eine sehr positive Entwicklung.“


Platzierungspunkte ergeben andere Bewertung als nach Scores

Einige unglückliche Erfahrungen gab es dagegen dieses Jahr mit dem Bewertungssystem über Platzierungspunkte. Insbesondere Oliver Wehnes konnte hier aus leidvoller Erfahrung sprechen: „Ich hatte dieses Jahr leider sehr viel Pech mit diesem System der Bewertung. Nach den Platzierungspunkten bin ich mehrere Male im Tie zurückplatziert worden; jedes Mal sprach die Entscheidung des Tie-Richters gegen mich. Was ja auch in Ordnung wäre, aber in einigen Fällen war mein Gesamtscore besser als der des Siegers, oder es haben mich zwei der drei Richter besser gesehen. Nur nach den Platzierungspunkten zu gehen, finde ich deshalb etwas unglücklich. Vielleicht kann man für das nächste Jahr das System überdenken und die Scores in das Gesamtergebnis miteinbeziehen; zumindest in einer Tie-Entscheidung.“

 

 

Schweizer Jugendliche wieder mit viel Spaß, Engagement und Können dabei

Ein großes Lob für die German Open kam aus der Schweiz, die dieses Jahr zum dritten Mal in Folge wieder auf der Deutschen Meisterschaft der EWU vertreten waren. Und das, obwohl der Euro Cup dieses Jahr aufgrund Terminüberschneidungen mit anderen Meisterschaften leider nicht auf dem Programm stand. „Uns haben die Veranstaltungen in den vergangenen Jahren so viel Spaß gemacht, dass wir auch dieses Jahr in jedem Fall wieder dabei sein wollten“, so Duri Gross, der nach zwölf Jahren als SWRA-Präsident nun in ‚Vereinsrente’ gegangen ist und jetzt bei der SWRA für den Nachwuchs und Kader verantwortlich zeichnet. Schon in den vergangenen Jahren hatte er die Schweizer Reiter zum turniersportlichen Highlight der EWU nach Deutschland begleitet hat. Fünf Jugendliche reisten diesmal mit ihren Pferden und Betreuern nach Riedstadt.

Dabei verlief die Anreise diesmal nicht ganz ohne logistische Probleme: Durch eine Panne ihres Pferde-LKWs mussten Pferde und Reiter mit sämtlichen Ausrüstungsgegenständen drei Stunden lang am Baseler Bahnhof warten – und entwickelten sich hier zur Attraktion. „Ich weiß nicht, wie oft wir dort gefilmt und fotografiert worden sind“, schmunzelt Duri Gross.
Vor drei Jahren wurde in Kassel die Idee geboren, im Sinne des europäischen Zusammenrückens und der ‚Völkerverständigung’ einen Austausch zwischen den Staaten zu fördern. Heinz Montag und Duri Gross waren es damals, die diesen Gedanken weiter verfolgten und schließlich auch realisierten. Mit dem Euro Cup im letzten Jahr, dessen Fortsetzung für das nächste Jahr fest geplant ist, fand diese Idee seinen vorläufigen Höhepunkt. Umso schöner, dass die Schweizer auch in diesem Jahr ohne Euro Cup die German Open wieder besuchen und ein Jugend-Team im Rahmen der Mannschaftsmeisterschaft stellen.
„Wir haben in der Schweiz ein sehr intensives Programm für unsere Jugendlichen“, erklärt Duri Gross. „Nicht nur die Aktivitäten des Jugendkaders, sondern darüber hinaus Trainingswochenenden, mentales Training und gemeinsame Unternehmungen sollen nicht nur die sportliche Leistung fördern, sondern vor allem und in erster Linie auch etwas fürs Leben bringen: Teamgeist und Teamfähigkeit finde ich absolut wichtig. Und dieses Jahr haben die Jugendlichen soviel Energie und Spaß in diesem gemeinsamen Programm gezeigt; da wollten wir ihnen auch etwas Besonderes zum Saisonabschluss bieten.“ Die Mannschaftsmeisterschaft am Freitag stellte dabei natürlich den Höhepunkt für das Schweizer Team dar, auch in den Einzeldisziplin waren die Eidgenossen erfolgreich unterwegs.
„Wir freuen uns besonders, dass wir wieder so schnell viel Anschluss gefunden haben und so nett aufgenommen wurden. Es ist toll, wenn man so herzlich von vielen Leuten begrüßt wird, die wir alle erst wenige Male gesehen haben und höchstens einmal im Jahr wiedertreffen – das gibt einfach ein gutes Gefühl und ist für unsere Jugendlich total klasse“, freute sich Duri Gross. „Außerdem gefällt uns die Anlage hier in Riedstadt gut; Stimmung und Atmosphäre sind gewohnt super. Für uns ist Riedstadt außerdem von der Anfahrt her natürlich viel näher als Issum – während wir im vergangenen Jahr sieben Stunden gefahren sind, haben wir diesmal gemütliche 2,5 Stunden gebraucht. Aber mal ehrlich – unsere Jugendlichen würden auch bis nach Berlin fahren, weil es einfach so viel Spaß macht!“

Michelle Milkowsky ist mit ihrer Pinto-Stute Miss Jolly Jumper ein eingespieltes Team

Michelle Milkowsky und ihre Pinto-Stute Miss Jolly Jumper fielen einmal mehr positiv auf. Im Jugend Trail hatte dieses Duo seinen Titel zu verteidigen. Die 17-jährige blieb auch in diesem Jahr erfolgreich und schaffte Bronze im Trail.Ihr gelang zudem ein vierter Rang in der Superhorse. Und nicht zu vergessen Silber in der Mannschaftswertung für Berlin-Brandenburg.
Die Ponystute hat einen ganz besonderen Platz bei der Familie Milkowsky. Vor sechs Jahren kauften sie die Stute eigentlich als ‚Zwischenlösung’, da der junge Quarter Horse-Wallach der Familie gerade in Ausbildung war und das ‚Selberreiten’ nicht zu kurz kommen sollte. Die Familie kaufte daraufhin die heute 13-jährige Pinto-Stute; eine Mischung aus Araber und Deutschem Reitpony. „Sie war damals Englisch geritten; und wir stellten sie erst auf die Westernreitweise um“, erzählte Michelle, die bei Philipp Martin Haug in Berlin/Brandenburg trainiert. „Und dabei machte sie sich richtig super!“ Der Quarter-Horse-Wallach wurde daraufhin verkauft, und Miss Jolly Jumper ist und bleibt Familienmitglied; auch wenn mittlerweile wieder ein Quarter Horse-Wallach als Reining-Nachwuchs eingezogen ist.

Trotzdem kommen Michelle und ihre Mutter aus dem Schwärmen von ihrem Pferd nicht mehr heraus: „Sie ist ein ganz tolles Pferd mit großem Herz. Wir können uns wirklich glücklich schätzen mit ihr – sie ist so zuverlässig und beständig; einfach toll. Diese Lebendigkeit der Ponies, die auch unsere Miss Jolly Jumper hat, mögen wir einfach.“ Einzig das Alleinesein mag die Pinto-Stute nicht – dann kann sie am Führstrick und unter dem Sattel auch mal bockig werden.

Lina Jeske mit 12 Jahren jüngste Teilnehmerin der German Open

Die im Juni 12 Jahre alt gewordene Lina Jeske war nicht nur die jüngste Teilnehmerin der German Open, sondern war auch bereits richtig erfolgreich unterwegs mit ihrer Deutschen Reitpony-Stute Savannah Wind, genannt Windy: Die beiden zeigten klasse Leistungen und konnten sich in der Horsemanship und in der Reining für das Finale qualifizieren! In der Reining feierte sie den zweiten Rang, in der Horsemanship wurde sie Fünfte. Damit setzte sich das sympathische Paar in großen Teilnehmerfeldern gegen teilweise deutlich ältere Konkurrenz durch.

Lina Jeske ist dabei der jüngste Spross einer pferdebegeisterten Familie – ihre zwei Jahre ältere Schwester Mia Maria ritt genauso auf der German Open mit wie Mutter Sybille, die ihre beiden Töchter auch selber trainiert. Die „Trainerin Mama“ wie die beiden Jugendlichen liebevoll sagen, ist nicht ganz unschuldig an der Pferdebegeisterung ihrer Töchter. „Die beiden wurden sozusagen in die Reiterwelt hineingeboren“, erzählte Sybille schmunzelnd. „Schon seit Geburt an sind sie immer mit im Stall gewesen und haben schon auf Pferden gesessen, als sie noch Windeln getragen haben“.

Kein Wunder also, dass Lina und Mia Maria beide mit dem Pferdevirus infiziert sind. Seit drei bzw. vier Jahren starten sie auf EWU-Turnieren und haben sich seitdem ganz schnell in die Leistungsklassen 2 bzw. 1 hochgedient.
Mia Maria konnte sich bei dieser German Open zwar leider nicht für ein Finale qualifizieren, feuerte dafür aber ihre Schwester nach Kräften an: „Klar freue ich mich, wenn meine Schwester vorne mit dabei ist!“ Mit fast professioneller Haltung sah die Zwölfjährige ihren Starts entgegen. „Windy ist im Moment gut drauf“, erzählte die doch ein bisschen aufgeregte Lina. Recht hatte sie.

Gewinnerin Jugend Western Riding: Kathrin Rüdinger mit Luna

Als Kathrin Rüdinger mit Schärpe, Goldmedaille und Pokal die Arena verließ, hatte sie immer noch Tränen in den Augen und musste sich von ihrer Mutter Susanne erst einmal Taschentücher reichen lassen. „Ich kann es immer noch nicht richtig glauben. Einfach Hammer! Das Gefühl ist unbeschreiblich“, konnte die 18-jährige Kathrin ihre Emotionen kaum in Worte fassen. Susanne Rüdinger stand stolz daneben und wusste selbst kaum, was sie sagen sollte; als Mutter und Turnierhelfer hatte sie ihre Tochter auf der German Open `09 unterstützt. Zumal noch die Vizemeisterschaft in der Superhorse und ein siebter Platz im Trail dazu kam.
Kathrins zwölfjährige Pony-Stute Luna unbekannter Herkunft, die mit ihrer Leopard-Scheckung ganz auffällig gezeichnet ist, hatte sie vor sechs Jahren bekommen; damals noch als völlig unausgebildetes Pferd. Die Erziehung und Ausbildung haben Mutter und Tochter schließlich in Eigenregie übernommen. „Dass wir nun hier als Deutsche Meister stehen, hätte ich nie im Leben erwartet“, sagte Kathrin.

Susanne Rüdinger, die Luna neben ihrer Tochter eigentlich mitreiten sollte, hat mittlerweile ein eigenes Pferd. „Das ging einfach nicht mehr parallel. Meine Tochter ist so gut geworden und reitet mittlerweile viel besser als ich“, lächelt sie. „Sie trainiert mich jetzt sogar – so weit ist es schon gekommen!“

Die German Open in Riedstadt war ein  richtig schöner Abschluss ihrer Jugendkarriere; ab nächstem Jahr muss Kathrin bei den Erwachsenen starten. „Außerdem mache ich 2010 mein Abitur“, erzählte sie, „deshalb weiß ich noch nicht so richtig, was dann kommt und ob ich nächstes Jahr überhaupt Turniere starten werde.“

Für besondere Leistungen: Sieben Goldene Reitabzeichen verliehen

Das Goldene Reitabzeichen nimmt eine ganz besondere Stellung im Reitsport ein. Im Gegensatz zu allen anderen Westernreitabzeichen wird das Goldene Westernreitabzeichen aufgrund überdurchschnittlicher sportlicher Leistungen durch das EWU-Präsidium verliehen. Voraussetzung hierfür sind mindestens 200 Punkte, die nach einem speziellen Punkteschlüssel in den Leistungsklassen 1 und 2 erritten werden müssen.
Sieben Reiterinnen und Reiter bekamen im Rahmen der German Open 2009 das Goldene Reitabzeichen verliehen und wurden mit einer handgemachten Goldschmiedearbeit geehrt und ausgezeichnet.
Folgende EWU-Reiter freuten sich über diese besondere Auszeichnung:

Birgit Bayer ist seit neun Jahren Mitglied der EWU Rheinland. Als Pferdewirtschaftsmeisterin mit eigenem Zucht- und Trainingsbetrieb startet sie vorwiegend junge Pferde auch aus eigener Zucht in den Disziplinen Reining und Trail auf EWU-Turnieren. Seit Jahren beständig ist sie hier in den Ergebnislisten großer Turniere und Deutscher Meisterschaften der EWU zu finden. Als Trägerin der Trainer B-Lizenz Westernreiten und der EWU-Richterkarte für A/B-Turniere ist sie darüber hinaus sehr aktiv im Pferdesport.


Ein schon lange bekannter Name in der EWU-Szene ist der von Taina Doert. Als Mitglied im EWU-Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein, dem sie seit 1992 angehört, stieg sie mit ihren Pferden Hollypop und Belle Of Moonlight in den Turniersport ein und konnte sich bis heute kontinuierlich in den oberen Rängen der EWU-Turniere halten. Ihre derzeitigen Erfolgspferde sind Tokala (Pferdemedaillen Gold in Pleasure, Horsemanship und Trail) und ihr Nachwuchspferd Undeniably Deluxe (u.a. Bestes Jungpferd Basis 2008). Taina Doert ist Trainerin B Westernreiten.


Seit 1993 zum Landesverband Bremen/Niedersachsen zugehörig, ist Viola Ehrenheim als Trainerin C Westernreiten und Trainerin B Breitensport aktiv. Im Turniersport konnte sie jahrelang zahlreiche Erfolge zuerst mit ihrem Pferd Santana erringen; derzeit heißen ihre vierbeinigen Top-Sportler Dabster und Mr. Bueno Chex. Neben ihrer aktiven Laufbahn als Reiterin ist sie außerdem auch als Ringsteward in der EWU aktiv und begleitet den Turniersport damit auch „von der anderen Seite“.


Regina Götte hatdie Trainer A-Lizenz Westernreiten; eine Auszeichnung, die bereits für sich spricht. Seit 1992 ist sie Mitglied der EWU Hessen. Erste Turniererfolge stellten sich auf ihrem Reitpony Flycka ein, bevor sie auf ihr derzeitiges Erfolgspferd Double Oak Lightning umsattelte und nun nahezu allen Disziplinen mit ihm unterwegs ist. Unter anderem war sie auch Teilnehmerin der German Open 2004 und 2008.


Der Name Albert Schulz ist fest mit dem EWU-Landesverband Westfalen verbunden. Seit 1987 Mitglied, ist er als derzeitiger Vorsitzender seines Landesverbands und langjähriger Betreiber der Sunray Ranch bereits seit langem im Turniersport aktiv. Dabei galt und gilt sein besonderes Augenmerk der Reining. So hat er die Punkte für das Goldene Reitabzeichen allein durch Platzierungen in dieser Disziplin erritten. Sein Erfolgspferd SR Sunrays Command erreichte außerdem die Pferdemedaille Gold Reining, die bisher überhaupt erst vier Mal vergeben wurde.


Die Rheinland-Pfälzerin Heike Trautwein gehört mit ihrem Haflinger-Wallach Taro zu den ganz bekannten Gesichtern des EWU-Turniersports. Neben ihrer Karriere als Turnierreiterin ist sie außerdem als Vorsitzende ihres Landesverbands aktiv, genauso wie als Trainerin B Westernreiten, Prüfer Basispass und Breitensport Westernreitern sowie als Ringsteward. Ihr derzeitiges Nachwuchspferd und neuer Hoffnungsträger Nonchalant ist natürlich auch ein Haflinger. Er soll in die Fußstapfen von Taro treten, der unter Heike Trautwein einer der erfolgreichsten Haflinger im Westernsport überhaupt geworden ist.


Carolin Sosna hat etwas ganz besonderes geschafft: Mit 16 Jahren ist sie die erste Jugendliche, die die Auszeichnung des Goldenen Reitabzeichens entgegennehmen darf – damit ist sie auch die jüngste Trägerein dieses Abzeichens überhaupt. Erst seit 2005 ist sie Mitglied der EWU Rheinland und hat seitdem schon viele Turniererfolge mit ihrem Paint Horse-Wallach Painted Poco Paul sowie dem Quarter Horse-Hengst ARC Playsophie erreiten können.


Wertungssystem leicht geändert

Bei der German Open ist es üblich, dass alle Platzierungen – also auch in Disziplinen mit Scores – über Platzierungspunkte ermittelt werden, also der Erste bei 10 Startern 10 Punkte, der Zweite dann 9 Punkte usw. erhält. Während früher in allen Prüfungen maximal 15 Platzierungspunkte vergeben wurden, wurden nun so viele Platzierungspunkte vergeben, wie es jeweils Starter gab; also etwa bei 37 Startern auch 37 Punkte für den Ersten. Der Vorteil dieser Maßnahme: Die Teilnehmer auch auf den hinteren Rängen erhielten Transparenz über ihre Wertung und Platzierung.

Jeweils drei Richter werten die Endläufe

Für die Wertungen sorgten bei der German Open die vier Richter Susanne Haug, Sonja Merkle, Christina Bröhl und Jörg Bös. Ihnen standen als Ringsteward zur Seite: Renate Leimbach, Sabrina Leithäusl, Carmen Voigtland, Karen Mebus und Evi Bös. Die Vorläufe der German Open wurden stets von zwei, die Finals von jeweils drei Richtern gewertet.

Medaillenspiegel

(Auswertung aller Einzeldisziplinen ohne Reining- und Jungpferdeprüfungen und ohne Horse & Dog Trail)

Jugend

                                               Gold                Silber              Bronze

Rheinland                                 3                      -                      1
Hamburg/Schl.Holstein             1                      1                      1
Hessen                                    1                      1                      1                                                            
Schweiz                                   1                      1                      1
Baden-Württemberg                -                      2                      -
Hannover                                 -                      1                      -
Berlin-Brandenburg                  -                      -                      1
Westfalen                                -                      -                      1

Medaillenspiegel

Senioren

                                               Gold                Silber              Bronze

Baden-Württemberg                6                      3                      3
Berlin-Brandenburg                  1                      -                      1
Sachsen                                   1                      -                      -
Rheinland-Pfalz                        -                      2                      -
Westfalen                                -                      1                      2
Hannover                                 -                      1                      -
Hessen                                    -                      1                      -
Rheinland                                 -                      -                      2

 

Medaillenspiegel

Gesamt

                                               Gold                Silber              Bronze

Baden-Württemberg                6                      5                      3
Rheinland                                 3                      -                      3
Hessen                                    1                      2                      1
Hamburg/Schl.-Holstein           1                      1                      1
Schweiz                                   1                      1                      1
Berlin-Brandenburg                  1                      -                      2
Sachsen                                   1                      -                      -
Rheinland-Pfalz                        -                      2                      -
Hannover                                 -                      2                      -
Westfalen                                -                      1                      3

Danke an die Helfer

Die Richter sind Teil des über 30-köpfigen Helferteams, das für den reibunsglosen Ablauf bei der German Open sorgt. Ein dickes Danke gilt:

Mike Stöhr (Sportliche Leitung)
Peter Raabe (Sportliche Leitung)
Roswitha Stöhr (Organisation)
Andreas Stöhr (Organisation)
Lutz Reufels (Ansage)
Tom Dols (Ansage)
Miriam Abel (Meldestelle)
Eva Gebhard (Meldestelle)
DRK Riedstadt (Sanitätsdienst)
Tierarztpraxis Dr. Bey
Oliver Lamp (Schmied)
Tanja Bergs (Nachtwache)
Eberhard Brandt (Nachtwache)
Michael Mildau (Parcoursdienst)
Andreas Behr (Parcoursdienst)
Frank Brüggemann (Parcoursdienst)
Jürgen Guldner (Doorman)
Ralf Kaas (Doorman)
Oliver Lamp (Doorman)
Anne Wirwahn (Presse)
Steffi Brückner (Presse)
Andrea Brückner (Presse)
Jörg Brückner (Presse)
RHV Roland Hahn (Video)
Dirk Büttner (Showfotograf)

 

Sämtliche Ergebnisse findet Ihr unter www.dm-westernreiten.de

 

Quelle: Anne Wirwahn u. Jörg Brückner, westernreiter.com