07-06-2009

 

17-11-2009

Prima gemeistert –  die Europäische Meisterschaften der Appaloosa

Nico Hörmann & Hollywood Step

 

Der ApHCG hatte geladen und mehr als 470 Pferde-Reiter-Kombination zeigten in der Aachener Soers vom 21.-25.10.2009 ihr Können unter den kritischen Augen der internationalen Richter. Neben zahlreichen Teilnehmer aus Deutschland (ca. 50 %) fanden sich Reiter aus Italien, Schweiz, Österreich, Tscheschien, den Niederlanden, Frankreich, Schweden und Norwegen in der Kaiserstadt ein.

Im Vergleich zum Vorjahr waren die Starterzahlen minimal rückläufig, doch wenn man die Konjunktur und die aktuelle Wirtschaftslage betrachtet, darf man sich über den gezeigten Zuspruch glücklich schätzen. Der Konkurrenzdruck einer 4fach Show, die 3 Tage später in Frankreich stattfand und einer Futurityshow in Italien hatten sicher noch das ihrige dazu beigetragen.

 

 

 

Glücklich schätzen kann sich der „David“ unter den deutschen Zuchtverbänden für Westernpferde, dass sich nicht nur die Vorstandskollegen der europäischen Clubs in Aachen einfanden, auch Vertreter des US-Amerikanischen Verbandes bekundeten ihr Interesse an der EM und begleiteten persönlich diese Veranstaltung. Die anwesenden ausländischen Zaungäste waren begeistert vom reibungslosen Ablauf, der Qualität der vorgestellten Reiter und Pferde, der gut ausgewählten Location und der exzellenten Betreuung, die sie durch die engagierten Mitglieder erfahren durften.

 

Schweizer unter sich

 

Besonders positiv für die Veranstalter waren die vielen neuen Gesichter bei der diesjährigen EM. Bei knapp über 100 Pferden war die „Schweizer Delegation“ mit 9 Pferden stark vertreten. Jedoch wunderten sich die Schweizer Teilnehmer über die geringen Zuschauerzahlen.  In der Schweiz läge die Besucherzahl etwa doppelt so hoch, obwohl der Club dort mit nur 80 Mitgliedern sehr überschaubar ist. Doch mit diesem Problem haben durch die Bank alle deutschen Westernreit- bzw. Zuchtverbände zu kämpfen. Hier fehlt es an intensiver Öffentlichkeitsarbeit, die bislang nur intern stattfindet.

 

 

 

In Anbetracht der vorausgegangenen Q9 konnte man aber mit den Zuschauern zufrieden sein, denn der nicht zu unterschätzende Anteil an Freizeitreitern und nicht aktiven Pferdefreunden, die bereits eine Woche zuvor bei den Quarter Horses auf ihre Kosten gekommen waren, vielen hier schon mal aus. Zur Frage an Uwe Tolksdorf, ob es sinnvoll war, den Termin so spät und nach der Q9 zu wählen, mussten wir erfahren, dass bei derartigen Events sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Ein Termin im September vor der Q9 hätte sich eventuell bei den Zuschauerzahlen positiver ausgewirkt, jedoch wäre dieser Zeitpunkt für die Stuten mit Fohlen, die Absetzer und Jährlinge völlig verfrüht. Denn genau hier liegt ja der Schwerpunkt des ApHCG: die Beurteilung qualitativ hochwertiger Appaloosa zur Verbesserung der bestehenden Zucht. Mit dem „Fohlen des Jahres“ wurden die 20 besten Appaloosa-Fohlen nach Aachen zur EM eingeladen. Attraktive  Preisgelder für die ersten Zehn und ein Tankgutschein im Wert von 100 Euro für jedes vorgestellte Fohlen konnten auch den entferntesten Züchter dazu ermuntern, sein Fohlen einem Gremium hervorragender Zuchtrichter vorzustellen.

 

 

Zusätzlich gibt es beim ApHCG seit diesem Jahr noch die regionalen Stutenschauen, die an die Fohlenschauen gekoppelt sind. Die besten 20 Stuten wurden ebenfalls nach Aachen eingeladen. Auch für diese Stuten konnten Sponsoren gefunden werden, die sich an den Bezinkosten beteiligten.

 

 

Doch ohne Helfer und Sponsoren geht es nicht. Das möchte der Vorstand des ApHCG besonders betonen. Sowohl die europäischen Clubs als auch die Sponsoren machten die Veranstaltung finanziell in diesem Ausmaß tragbar. Die vielen Helfer, egal ob Mitglieder oder Externe sorgten für einen reibungslosen Ablauf und viel positives Feedback der Teilnehmer.
Besonderen Dank gilt hier Wiebe Liese aus dem benachbarten Holland, der mit den Nennstelle und der weiterführenden Organisation betraut war.

 

 

In Punkto Qualität der gezeigten Pferde und Darbietungen brauchen die Teilnehmer der EM den Vergleich mit anderen Pferderassen nicht zu scheuen. Die erbrachten Leistungen von Pferd und Reitern sprachen für sich und für die Rasse, die viel besser als ihr Image ist.

 
So lautete nun auch das Fazit dieser gelungenen Veranstaltung: Die EM bleibt in Deutschland – der ApHCG  ist auch in 2010 Ausrichter des europäischen Hauptevents der bunten Pferde. Und für die nächste Show wird man sich die vielen Anregungen der Teilnehmer und Besucher zu Herzen nehmen und sich Gedanken machen, wie man die Veranstaltung für die Teilnehmer noch attraktiver gestalten kann.

 

 

 

 

 

Fotos: Angela Dinter, Andreas Kost