09-02-2012

Positive Dopingkontrolle auf der NRHA Breeders Futurity 2011: Dennis Schulz und Fabioorima aus der Wertung genommen -Drei Monate Startverbot auf NRHA Germany Turnieren wegen Fahrlässigkeit

Wie die NRHA Germany bereits mitteilte, kam es bei den Dopingkontrollen auf der NRHA Breeders Futurity 2011 zu einem positiven Ergebnis. In der Urin-Probe von FABIOORIMA, der von Dennis Schulz geritten wurde, wurde der Wirkstoff Meloxicam nachgewiesen, ein entzündungshemmendes Mittel, das gemäß § 3 der DDO nicht erlaubt ist. Dennis Schulz hatte seinem Hengst vor der Futurity das Mittel verabreicht, weil das Pferd eine Phlegmone hatte. Er sei sich sicher gewesen, dass zwischen der Verabreichung und der Futurity noch genügend Zeit sei, um das Pferd dopingfrei vorzustellen, erklärte Schulz dem Ausschuss.

Der Disziplinarauschuss der NRHA Germany ahndet das Vergehen mit einer 3-monatigen Sperrung von Dennis Schulz. Er und FABIOORIMA werden im nachhinein disqualifiziert und aus der Wertung der NRHA Breeders Futurity genommen. Dort gewonnene Preisgelder müssen zurückbezahlt werden. Dennis Schulz muss das Disziplinarverfahren bezahlen und eine Geldbuße in Höhe von EUR 300 bezahlen.

„Ich habe gedacht, dass dieses Mittel auf jeden Fall bis zu unserem Futuritystart wieder weg ist“, erklärte Dennis Schulz. „Ich habe es einfach unterschätzt. Aber die Regeln sind nun mal, wie sie sind.“ Dennis Schulz ist nicht der erste bekannte Reiter, dem die strengen Doping-Regeln zum Verhängnis wurden. „Bei Dennis lag kein Doping, sondern eine fahrlässige Fehlmedikation vor“, so Dr. Matthias Gräber, Mannschaftstierarzt der deutschen Reining Nationalmannschaft und FEI-Tierarzt. „Doch Unwissenheit schützt gerade in Sachen Doping nicht vor Schaden. Es gibt klare Regeln, die man einhalten muss. Dennis Schulz hätte jemanden fragen müssen, der eine entsprechende Ausbildung und Position hat, um ihn über die Abbauzeiten und die richtige Vorgehensweise in einem solchen Fall zu informieren.“

Dr. Gräber, der neben seiner Tätigkeit als Mannschaftstierarzt des Deutschen Reiningteams auch Mitglied  des Disziplinarausschusses der NRHA Germany ist, warnt an dieser Stelle ausdrücklich davor, sich diesbezüglich diesbezüglich auf die Aussage seines Haustierarztes zu verlassen. “Es gehört nicht zur Ausbildung eines Tierarztes, die Abbauzeiten eines jeden Medikamentes zu kennen Er ist auch nicht für eine Aussage bezüglich der Abbauzeiten haftbar zu machen, da es sehr viele Einflüsse gibt, die diese Zeiten beeinflussen”. Daher sollte sich ein Reiter immer an seinen Mannschaftstierarzt oder FEI Tierarzt wenden und ihm das gegebene Medikament oder Futtermittel mitteilen. Dann kann entschieden werden, u.U. zusammen mit einem entsprechenden Komitee und nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, ob das Pferd starten darf oder nicht.“

 

 

 

Quelle: Ramona Billing