06-08-2012

Das war die NRHA Speed In Style in Erbach

Bei bestem Sommerwetter präsentierte sich das Speed in Style vom 2. bis zum 5. August 2012 von seiner besten Seite. Die Stimmung auf der Free Style Ranch von George Maschalani in Erbach war gewohnt gut und kameradschaftlich. Ein Zwischenfall, bei dem in der Nacht zum Freitag jemand versehentlich und unbemerkt die Hallenberegnung angestellt und damit den Boden völlig durchnässte, konnte die Stimmung nicht dämpfen. Vor die Wahl gestellt, auf die Wiederherstellung des Bodens zu warten oder auf dem Außenplatz zu showen, entschieden sich die Teilnehmer für das Warten, nahmen die vierstündige Verzögerung klaglos hin und manch einer packte selbst mit an.

Die sportlichen Leistungen konnten sich sehen lassen. Mona Dörr knüpfte an ihre Vorjahreserfolge an und belegte mit Nu Gold Banjo die Novice Horse Open mit einer Score von 143 gemeinsam mit Emanuel Ernst mit Mr Wilson den ersten Platz, zudem erritt sie den dritten Rang auf CL Enterprise Skip mit einer 141. Auch die Klasse Ladies entschied Mona Dörr für sich, dieses Mal mit Mr Rattle N Hum (Score 71,5), und in der Open Intermediate teilte sie sich nach ihrem Ritt auf Nu Gold Banjo den dritten Rang mit Alexander Ripper und Wild At The Bar (Scores 70,5).

Bei den Non Pros hatte Silvia Heinen mit BR Dark Star eine Erfolgsserie. Die beiden gewannen die Limited Non Pro gemeinsam mit Oliver Hülpes auf Texas Checker (Scores 70), siegten in der Intermediate Non Pro mit 71,0 und teilten sich den Sieg in der Novice Horse Non Pro mit Melanie Stark und Joesy San (Scores 70). Dazu gesellten sich zweite Plätze in der Jackpot Non Pro (70,5) und der Bronze Trophy Non Pro (142,5).

Die Jackpot Non Pro entschied Melanie Stark mit Jac San die Non Pro mit einer Score von 71 für sich, die Jackpot Open sah Emanuel Ernst als Doppelsieger mit Legends Diamond Doc und KHM Cody Fritz Chex (Scores 71) vor Hannes Bolz und Especial Shy Girl (Score 69). Die Bronze Trophy Non Pro schließlich entschied Sabrina Zangerle mit Shez Fritz Jewel für sich (Score 143,5), Kerstin Lill mit Lena Cielo Jewel (Score 142) als Dwurde Dritte.

Der Höhepunkt des Wochenendes waren die Qualifikationen für die Deutsche Meisterschaft. In der Klasse der Jungen Reiter (18-21 Jahre) qualifizierten sich Vanety Korbus auf GR Hug A Jewel (Score 71), Kim Zangerle mit Shez Fritz Jewel und Niklas Ludwig mit Top Flash Cody (Scores 68,5) und Sabrina Baumgärtner mit Top On Cutie (Score 68).

Die Qualifikation der der Junioren (14-18 Jahre) sah Madelaine Korbus mit Lena Cielo Dream und Fabienne Krämer mit Hot Chic Dream mit einer Score von 70 gemeinsam auf dem ersten Platz, auf den dritten Rang kam hier Nicole Hübner, den vierten Rang teilten sich Jennifer Luhmer mit Peppy Lil Dreamer, Michelle Maibaum mit Sailcommander und Fabienne Krämer mit Little Roosters Game, jeweils mit einer Score von 69.

Spannend wurde es in der Bronze Trophy Open, in der die Qualifikation für die Senioren-DM in Class ausgetragen wurde. Hier wurde es noch einmal richtig schnell und das Motto des Turniers „Speed in Style“ angemessen gewürdigt. In beiden Klassen holte sich mit ihrem typischen rasanten Stil Nina Lill den Sieg. Sie erreichte mit ihrem Erfolgspferd BT Smartest Dude eine Score von 149,5. Auf den zweiten Platz der DM-Qualifikation führte Alexander Ripper den 7jährigen Awesome Pale Boy (Score 147,5) vor Steffen Breug mit Little Whiz Chic (146,5), Emanuel Ernst mit Legends Diamond Doc (145,5), Sascha Ludwig und Top Flash Cody (145) und abermals Emanuel Ernst mit HKM Cody Fritz Chex (144,5). Die Bronze Trophy sah auf den Plätzen 2 bis 4 ebenfalls Alexander Ripper, Steffen Breug und Emanuel Ernst.

Glücklich und zufrieden verließen Trainerin Nina Lill und Besitzer Christine und Jürgen Maibaum nach der Siegerehrung die Arena. Ninas Taktik, voll auf Risiko zu reiten, hatte sich wieder einmal bewährt. „Heute muss man auf Risiko reiten,“, sagt Nina. „Entweder man hat Glück und es passt alles oder man hat halt Pech und es klappt nicht“. Christine Maibaum hob besonders das gute Zusammenspiel zwischen dem 7jährigen Hengst und seiner Reiterin hervor, die für den Großteil der beachtlichen Erfolgsbilanz von BT Smartest Dude verantwortlich ist.

Nicht weniger zufrieden zeigte sich der Reservesieger Alexander Ripper. Er trainiert Awesome Pale Boy seit letztem Jahr und führte im Go Round das NRHA Breeders Derby mit einer 223,5, erreichte mit der gleichen Score den 6. Platz im Finale und wurde auf der Q11 in Aachen Vierter der DM 2011. Für den Hengst war es nach einer wohlverdienten Trainingspause der erste Start in diesem Jahr.

 

 

Petra Kleinwegen, Foto: Art&Light