21-10-2012 Q12 - Geschicklichkeit am Samstagmorgen
Tore, Brücken, Stangen – kein Hindernis schien am Morgen in den verschiedenen Trail Klassen der Q12 International DQHA Championship 2012 für die American Quarter Horses unüberwindbar. Geschickt bewältigten sie leichtfüßig die verschiedenen gestellten Aufgaben. Im Green Trail können Pferde starten, die noch wenig Turniererfahrung und damit höchstens 10 AQHA Punkte in dieser Disziplin gesammelt haben. Dass diese Klasse immer beliebter wird, zeigten die Starterzahlen. 36 Pferde wurden in Show 1 und 2 dieser Prüfung vorgestellt und mussten sich somit gegen eine breite Konkurrenz behaupten. Die größte Klasse der diesjährigen Q12 konnte am frühen Vormittag sowohl in Show 1 als auch in Show 2 Oh So Potential unter Alexandra Jagfeld für sich entscheiden. Sie zeigte einen flüssigen Ritt mit feinen Hilfen auf einem bestens vorbereiteten Pferd. Der zweite Platz in Show 1 ging an Feel My Impulse, vorgestellt von Stefanie Bubenzer, die den Rang in Show 2 allerdings an Nicole Jeske und Mr Late Nite abgeben musste. Die rittigen American Quarter Horses begeisterten die Zuschauer, die sich bereits zu dieser frühen Morgenstunde auf dem Außengelände in der Aachener Soers eingefunden hatte. Die Show 3 und 4 und die anschließende Kürung zum International DQHA Champion sehen Sie am Donnerstag, 25.10.2012 gegen Nachmittag.
Trail-Nachwuchs zeigt eine starke Leistung Am späten Vormittag starteten die Nachwuchs-Reiter im Trail-Parcour. Bestens trainiert präsentierten die Jugendlichen ihre American Quarter Horses und zeigten eine beeindruckende Leistung. Immerhin liefen die Shows 1 bis 4 class in class und der International DQHA Championtitel war somit zum greifen nahe. Die Pferde bewegten sich geschmeidig durch die Hindernisse, über die Brücke und durch das Tor. Dabei hob sich der Franzose Alan Vincent mit seinem A New Intrigo besonders hervor und meisterte den ‚Parcour im Bravour‘. An die Siegerehrungen der einzelnen Shows schloss sich die Ehrung zum International DQHA Champion Trail Horse Youth, der an den über das ganze Gesicht strahlende Alan und sein American Quarter Horse A New Intrigo vergeben wurde. Er nahm damit auch die Championsdecke des Q12 Sponsors HorSeven in Empfang. Eine edle Schärpe bekam auch die Vize-Championesse Lisa-Marie Georgi, deren Pferd Rock Star Doll sich damit sicherlich eine Extra-Portion Möhren gesichert hatte. Den dritten Platz von insgesamt 18 Reitern in der Prüfung sicherte sich Good Rythum Tonite unter Hannah Friedl aus Österreich, die für das Siegerfoto ebenfalls in die Kamera unseres Turnierfotografen-Teams Art & Light lachte.
Glanz & Glamour in der Junior Western Pleasure Open Reiter in einmaligen Outfits mit dem gewissen Etwas konnten in der Klasse der Junior Western Pleasure Open bestaunt werden. 20 heraus geputzte Pferde gingen gelassen am losen Zügel in der Prüfung und zeigten eine feine Abstimmung mit ihren Reitern. Die Richter beurteilten die mit fast unsichtbaren Hilfen gerittenen Grundgangarten und verlangten Manöver wie das Rückwärtsrichten. Neben der Bewegungsqualität wird auch die Gesamterscheinung des Pferdes bewertet.
DM Reining Junioren: Madeleine Korbus erreitet auf Lena Cielo Dream den ersten Titel des Abends Gegen Abend startete das Highlight für die ‚Reiner‘ und alle Fans dieser Disziplin: die Deutsche Meisterschaft! Bereits im Jahr 2002 hatte der Weltreiterverband FEI Reining in die Liste der offiziellen FEI Disziplinen aufgenommen. Auf vier Turnieren hatten die Reiter im Vorfeld die Möglichkeit sich für diese Prüfung zu qualifizieren, um auf der Q12 gegen eine starke Konkurrenz anzutreten und den Titel zu holen. Als besonderes Highlight wurden die Prüfungen der DM Reining von der DQHA zusätzlich als CRI 1* ausgeschrieben, um den internationalen Reining-Sport weiter zu fördern. Die Albert-Vahle-Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt und alle erwarteten gespannt den Einzug der deutschen Reining-Elite. Den Anfang machten die Junioren, zu denen die Jugendlichen zählen, die im laufenden Kalenderjahr maximal ihren 18. Geburtstag gefeiert haben. Insgesamt 19 Reiter gingen an den Start und brachten das Publikum in Stimmung. Daniel Kalk konnte auf Sheza Custom Chrome mit gelungenen Stopps gleich richtig punkten und das Publikum auf einen glanzvollen Reiningabend einstimmen. Er erreichte einen Score von 210. Danach zeigten Madeleine Korbus und Lena Cielo Dream eine beeindruckende Leistung mit rasanten Spins und perfekten Wechseln für die sie einen Score von 214 erntete. Titelverteidigerin Fabienne Krämer startete mit Hot Chic Dream als letzte Reiterin und brachte die Zuschauer mit ihren Spins zum Jubeln. Mit einem Score von 211 kam sie allerdings nicht an die Leistung ihrer Konkurrentin heran. Nach zwei gewonnen Meisterschaften in 2010 und 2011 muss sie den Titel in diesem Jahr nun an Madeleine Korbus abgeben. Deren Pferd freute sich über eine herzhafte Umarmung und reichlich Lob für die tolle Leistung vor einer beeindruckenden Kulisse in der Albert-Vahle-Halle. Die Jugendlichen präsentierten sich in bester Verfassung und lassen als die Nachwuchsstars von morgen auch in den kommenden Jahren auf spannende Prüfungen in der beliebten Disziplin hoffen.
Die Scores der ersten vier Plätze:
Nach dem gelungenen Einstieg der Junioren ging es mit den Jungen Reitern von 19 bis 21 Jahren weiter.
Bereits zum fünften Mal in Folge wurde die Deutsche Meisterschaft im Rahmen der Q-Show in Aachen ausgetragen und lässt damit am ersten Wochenende der Q12 die Stars des Reiningsports auflaufen. Doch anschließend ritt Alexander Ripper auf Wild At The Bar (Besitzer: Wolfgang Müller) in die Halle und brachte die Halle mit einem phänomenalen Ritt zum Kochen. Mit einem Score von 219 setzte er sich mit deutlichem Vorsprung an die Spitze. Titelverteidiger Oliver Wehnes gab als nächster Starter mit dem sorrelfarbenen SSA einbezahlten Lil Ruf Bandit (Besitzer: Regina Reuther) im Run Down richtig Gas, um anschließend mit meterlangen Stopps das Publikum zum Jubeln zu bringen. Die Richter honorierten die Leistung mit einem Score von 214. Somit konnte er die Topbewertung seines Vorgängers nicht übertreffen. Emanuel Ernst präsentierte darauf einen spritzigen Legends Diamond Doc (Besitzer: Paul Kratschmer). Ein kleiner Ausrutscher im Spin kostet ihn jedoch wertvolle Punkte und somit erreichte er einen Score von 212,5. Dies übertrumpfte der nächste Starter George Maschalani mit A Sparkling Glo (Besitzer: Dr. Brigitte Steiner) und erhielt von den Richtern für seinen schnellen und flüssigen Ritt eine 214. Das hohe Niveau der Deutschen Meisterschaft setzte sich fort und die Zuschauer fieberten während der kompletten Prüfung mit ihren Favoriten mit und feuerten die Reiter zu Höchstleistungen an. Eine solche zeigte auch Verena Klein mit dem Chestnut Olena Joe Cody (Sabine Hackemack). Sie erzielte einen Score von 213. Die Stute Lil Wanda unter (Besitzer: Silke Stein) sammelte zu Beginn unter Geburtstagskind Oliver Stein erst einmal Sympathiepunkte, als sie sich genüsslich am Bein kratzte, um kurz danach einen spektakulär schnellen Spin zu zeigen. Dennoch reichte es nur zu einer 212,5. Farbe ins Spiel brachte Daniel Klein mit seinem Paint Horse Glückskeks (Besitzer: Der-Saubermann.de). Mit einer 210,5 schaffte er es aber nicht unter die begehrten ersten Plätze. Dafür erzielte Emanuel Ernst mit Zar Jac (Besitzer: Ralf Jankowski) mit einem harmonischen Ritt einen Score von 214 und durfte sich damit berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen. Gegen 23:30 Uhr standen die ersten Plätze fest, die sich über eine Medaille und Titel freuen konnte: und drei 2. Plätze mit einem Score von 214:
Wir freuen uns über eine grandiose Meisterschaft im Rahmen der Q12 und gratulieren allen Siegern und Platzierten für herausragende Ritte!
Quelle: Julia Großmann, dqha.de, Foto: Art & Light
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