23-10-2012

Dreifach siegreich in der DQHA Reining Futurity: Emanuel Ernst im Interview


DQHA: Herzlichen Glückwunsch zu diesem sensationellen dreifach Sieg! Ihre Pferde wurden zum Champion und Vize-Champion ausgezeichnet und belegten zusätzlichen den dritten Platz. Welchen Stellenwert hat dieser Erfolg für Sie?

E. Ernst: Es ist ein toller Jahresabschluss für mich und ich habe mich unglaublich gefreut, dass gleich drei meiner Pferde eine so hohe Leistung gezeigt haben. Der Futurity Champion Peppers Famous Whiz (Famous Doctor Pepper x April Bar Whiz) wurde von uns selbst gezogen, ist auf unserer Ranch aufgewachsen und wurde von mir angeritten. Mit seiner Mutter, mein erstes Reiningpferd, habe ich auch meine ersten Turniererfolge gesammelt und im Jahr 1997 die damalige Deutschen Meisterschaft der American Quarter Horses im Jugendbereich gewonnen. Somit freut mich der Sieg doppelt! Mittlerweile gehört er Raffaela Hillert, die ihn auch im Amateurbereich erfolgreich showt. Nächstes Jahr werden wir ihn auf jeden Fall auch noch in der Maturity vorstellen.

DQHA: Haben Sie schon richtig gefeiert?

E. Ernst: Da ich nach der Futurity noch für weitere Prüfungen gemeldet hatte, haben wir noch nicht gefeiert. Ich möchte mich auf die Show konzentrieren, aber sobald wir zuhause sind werden wir im Kreis unserer Freunde und Kunden eine Party feiern und den Sieg begießen.

DQHA: Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs, haben Sie eine besondere Trainingsphilosophie?

E. Ernst: Nein, ein besonderes Geheimnis habe ich nicht. Erfolg kommt nach viel Arbeit und fleißigem trainieren. Ich habe aber ein langfristiges Trainingsprogramm für meine Pferde.

DQHA: Wie unterscheidet sich das Training der Futurity und Senior Pferde?

E. Ernst: Den Nachwuchspferden muss man vor allem Sicherheit in den Manövern geben und sie langsam heran führen. Hierbei ist gutes Reiten und ein feines Gespür gefragt. Bei den Senior-Pferden steht vor der Show vor allem eine smarte Turniervorbereitung im Vordergrund. Im Trainingsalltag versuche ich ihnen viel Abwechslung zu bieten, um sie langfristig motiviert zu halten.

DQHA: Gibt es Konkurrenzdruck zwischen Ihnen und Ihrem Bruder Elias?

E. Ernst: Nein, wir unterstützen uns gegenseitig und gönnen dem jeweils anderen auch den Sieg.

DQHA: Stammen Sie aus einer Reiterfamilie oder wie sind Sie zum Westernreiten gekommen?

E. Ernst: Nein, meine Eltern waren keine Reiter. Ich hatte damals mit dem englischen Reiten angefangen, aber das hat sich schnell geändert, als ich mit dem Westernreiten in Berührung kam. Um meine Sprachkenntnisse zu verbessern, war ich für einige Zeit in den USA. In Wisconsin habe ich auf einer Ranch das Westernreiten und speziell das Reining kennen gelernt und war sofort begeistert. Seitdem lässt mich die Liebe zu dieser Disziplin nicht mehr los und es macht mir immer noch sehr viel Spaß!


Herr Ernst, vielen Dank für das Interview und wir wünschen Ihnen und Ihren Pferden für die Zukunft weiterhin viel Erfolg!
Das Interview führte Julia Großmann.

 

Quelle: Julia Großmann, dqha.de, Foto: Art & Light